Carl Orff: Ludus de nato Infante mirificus – Ein Weihnachtsspiel

08. & 09. Dezember 2018

mit Anna Maria Sturm („Wackersdorf“ und „Polizeiruf 110“) und Robert Ludewig („Die Rosenheim Cops"), am Schlagwerk hochkarätig begleitet von Christian Felix Benning und Patrick Stapleton

„Der Stern kummt auf, kummt auf bei der Nacht, helliechter steht er am Himmel: großmachti zeigt er si an!“ bemerken entsetzt die Hexen in Orffs Weihnachtsspiel. Der hell leuchtende Stern von Bethlehem versetzt die Hexen in Angst und Schrecken – kündigt er doch den Untergang der bösen Mächte an. Hektisch fahren sie alles auf, was Ihnen zur Verfügung steht: tückische Hindernisse, Fallstricke, Irrwege, Sturm, Schneeverwehungen und eisige Winde. Doch nichts und niemand bringt Maria und Josef samt ihrem Esel vom rechten Weg ab, und endlich finden sie in einem kleinen Stall auch Unterschlupf und Schutz vor Eis und Schnee. Dort kommt Maria nieder, und alle eilen herbei, die dem Stern gefolgt sind, um das wundersame Jesuskind zu sehen: Hirten, Engel und die Heiligen Drei Könige. 

In seiner ungewöhnlichen Fassung der altbekannten Weihnachtsgeschichte verhandelt Carl Orff ein universales Thema – den Kampf zwischen Gut und Böse. Dabei bedient er sich aller Mittel, die seine Stücke so unverwechselbar und farbenreich machen: Die Hirten beschreiben ihre Eindrücke der Nacht in kernig-poetischem Bayrisch, die Hexen beschwören und verfluchen in derber Mundart und krudem Gelehrtenlatein, rhythmisiert und pointiert von wilden Schlagwerk-Klängen – und die Engel loben und preisen das neugeborene Kind mit sphärischen Gesängen. 

Anna Maria Sturm

Die Schauspielerin und Sängerin Anna Maria Sturm wurde in Regensburg geboren und studierte zunächst Pharmazie, bevor sie an der renommierten Otto Falkenberg Schule in München ein Schauspielstudium aufnahm. Sie schloss es 2007 ab, stand aber bereits vorher mehrfach auf der Bühne der Münchner Kammerspiele, welche zu ihrer ersten künstlerischen Heimat wurde. Ihre wichtigste Zusammenarbeit dort war die mit Regisseurin Susanne Kennedy. In diesem Zusammenhang hervorzuheben sind die Inszenierungen „Fegefeuer in Ingolstadt“ (2013) und „Warum läuft Herr R Amok?“ (2015), die beide zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurden.

Parallel zu ihrer Theaterarbeit begann Anna Maria Sturms Filmkarriere: Bereits als Schauspielstudentin wurde sie für die Hauptrolle in der Kinotrilogie „Beste Zeit“ (2007), „Beste Gegend“ (2008) und „Beste Chance“ (2014) des beliebten bayerischen Regisseurs Marcus H. Rosenmüller besetzt. Danach folgten schnell auch Fernsehrollen – wobei ihre bisher bekannteste wohl die der jungen Kommissarin „Anna Burnhauser“ sein dürfte, die sie in der Krimireihe „Polizeiruf 110“ bis ins Jahr 2013 verkörperte.

Erste musikalische Auftritte begannen ebenfalls während ihres Schauspielstudiums; hier sang sie zunächst bei Festen und Preisverleihungen für ein breiteres Publikum, entwickelte aber bald eine zunehmend große Liebe für die klassische Musik und den Jazz.

In dieser Zeit entstand eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Saxophonisten und Komponisten Wanja Slavin; mit ihm trat sie zunächst in musikalischen Lesungen auf, bevor sie das “Anna Maria Sturm Quintett” gründete und 2014 ihre erste Jazz-Platte “Tales of Woe” aufnahm. Anna Maria Sturm widmet sich seither, neben ihrer Tätigkeit als Schauspielerin, immer intensiver der Musik, gründete 2016 das Trio “Love&Lost” und plant für den Sommer 2019 eine weitere Plattenaufnahme. Anna Maria Sturm lebt in Berlin.

www.annamariasturm.com

Robert Ludewig

Robert Ludewig ist geboren und aufgewachsen in Regensburg. Zwischen 2004 und 2007 absolvierte er seine Ausbildung an der Neuen Münchner Schauspielschule Ali Wunsch-König. Nach dem Diplom-Abschluss führten ihn Gastengagements unter anderem an die Landesbühne Bruchsal oder das Schauspielhaus Frankfurt am Main; außerdem wirkte er bei zahlreichen freien Produktionen in München, Bamberg und Fürth mit. Nicht zuletzt war der Schauspieler auch in Fernsehproduktionen wie Die Rosenheim Cops oder Herzflimmern - die Klinik am See zu erleben. 2014 gründete er das Schauspielensemble Südsehen und führt dort auch Regie. 

www.robert-ludewig.de/startseite.html

Christian Felix Benning

Bereits mit drei Jahren erhielt Christian Felix Benning seinen ersten Schlagzeug-Unterricht und begann als Achtjähriger mit dem Klavierspiel. 2005 wirkte er erstmals als Paukist und Schlagwerker bei der „Bayerischen Philharmonie“ mit, wo er in der Folge auch erste Erfahrungen als Orchestersolist sammelte. Im Alter von dreizehn Jahren wurde Christian Felix Benning als Jungstudent für Schlagzeug und Percussion an der Hochschule für Musik und Theater in München immatrikuliert, wo er bis zu seinem Abitur 2014 bei Prof. Adel Shalaby studierte. Bereits zu dieser Zeit ergänzten internationale Akademien, Seminare und Workshops u. a. mit Martin Grubinger, Evelyn Glennie, Lang Lang und Sir Andras Schiff seine künstlerische Ausbildung.

Von 2014 bis 2016 studierte er in der Schlagzeugklasse von Prof. Dr. Peter Sadlo und nach dessen Tod in der Schlagzeugklasse von Prof. Arnold Riedhammer an der Hochschule für Musik und Theater in München.

2014 gründete Christian Felix Benning zusammen mit Simone Rubino, Richard Putz und Sergey Mikhaylenko das „Esegesi-Percussion-Quartett“, mit dem er u. a. beim „Rheingau-Musikfestival“, „Schleswig-Holstein-Musikfestival“, „Heidelberger Frühling“ oder „La Folle Journée de Nantes“ auftrat. Überdies gründete der Schlagzeuger das Ensemble „Percussion No. 1“, mit dem er sich jüngst bei der „UniCredit Festspielnacht“ der Bayerischen Staatsoper oder den „Augsburger Fronhofkonzerten“ präsentierte.

Christian Felix Benning ist Preisträger zahlreicher renommierter Wettbewerbe (u. a. „Jugend musiziert“ und „Marimba Festiva-Wettbewerb“) und arbeitet bereits weltweit mit namhaften Orchestern zusammen (in Wien, San Diego, Baltimore, Mauritius, Ägypten, Südkorea usw.). Seit 2014 ist er Stipendiat der Musikförderung der „Studienstiftung des Deutschen Volkes“.

www.christianbenning.de

Patrick Stapleton

Patrick Stapleton studiert seit 2011 Schlagzeug an der Hochschule für Musik und Theater München – zunächst bei Adel Shalaby, später in der Meisterklasse von Peter Sadlo und seit 2017 bei dessen Nachfolger Alexej Gerassimez.

Neben regelmäßigen Auftritten als Solist und in verschiedenen Duo-Besetzungen wirkt er vor allem in zahlreichen kammermusikalischen Projekten mit. In diesem Rahmen arbeitete er bereits mit weltbekannten Künstlern wie Steve Reich und ist nicht zuletzt auf zwei vom renommierten Label “Genuin Classics” produzierten CDs zu hören. Seit diesem Jahr spielt Stapleton regelmäßig beim Musical “Der König der Löwen” in Hamburg auf der Marimba-Position.

Konzerttourneen führten Stapleton bisher durch ganz Deutschland, in die Schweiz, nach Österreich, Frankreich, Ägypten, Oman, Aserbaidschan und Thailand. Der Schlagzeuger gewann einen 1. Preis und einen Sonderpreis beim Bundeswettbewerb “Jugend musiziert” 2010 in Lübeck und ist außerdem Preisträger des Internationalen Marimba-Wettbewerbs 2010 in Nürnberg sowie des Internationalen Percussion-Wettbewerbs 2012 in Fermo, Italien.

Seit 2015 ist der Musiker Stipendiat von “Yehudi Menuhin Live Music Now”.

 

Ludus de nato Infante mirificus

Ein Weihnachtsspiel – Lesung mit Musik


mit Anna Maria Sturm und Robert Ludewig 

am Schlagwerk: Christian Felix Benning und Patrick Stapleton

Sa, 08.12.2018 / 19 Uhr
So, 09.12.2018 / 15 Uhr

Veranstaltungsort: Traidtcasten im Dießener Münster, Klosterhof 10

Karten: € 24.- / € 20.- ermäßigt,  

Reservierung: 08807 / 91981 und info@orff-museum.de

 

Öffnungszeiten:
sonn- und feiertags von 14 bis 17 Uhr,

(Wegen der Aufführung am So, 09.12. bleibt das
Carl Orff Museum an diesem Tag geschlossen.)

Führungen für Gruppen und Schulklassen
sind nach Absprache und Anmeldung jederzeit möglich.