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Unterschrift Carl Orff

Antigonæ - Handlung

In Theben herrscht zwischen den Sippen des Herrscherhauses, den Labdakiden und den Menoikiden, ein fluchbeladener alter Streit. Aus der schicksalsträchtigen Mutterehe Oedipus' stammen die Zwilligsbrüder Eteokles und Polynikes und die Töchter Antigonae und Ismene.

Eteokles und Polynikes sind im Zweikampf gefallen. Kreon, Sohn Menoikeus', erklärt Polynikes zum Staatsfeind und verbietet dessen Bestattung bei Todesstrafe.
Die Labdakidin Antigonae mißachtet Kreons Gebot und vollzieht wiederholt das Bestattungsritual an dem Leichnam des Bruders. Von Wächtern ergriffen, wird sie von Kreon zum Tod im Felsverlies verurteilt.

Der verblendete Kreon bleibt taub gegenüber den Worten Antigonaes Verlobten, gegenüber der Stimme des Volkes und der Warnung des Sehers Tiresias. Seine Einsicht kommt zu spät. Er wird durch Antigonaes Untergang in die eigene Vernichtung gerissen.[1]

 

(Antigonae: Christel Goltz; Kreon: Hermann Uhde; München 1951)
(Antigonae: Christel Goltz; Kreon: Hermann Uhde; München 1951)

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[1] nach Werner Thomas in: Pipers Enzyklopädie des Musiktheaters, Band 4, München 1991, S.581 ff.
Abb.: Rudolf Betz, München

Uraufführung

Handlung