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Unterschrift Carl Orff

Der Mond – Ein kleines Welttheater (1939)

»Ich nannte die Partitur meinen Abschied von der Romantik.«[1]

›Der Mond‹, Orffs Bühnen-Erstling, entstand 1936-38 und sollte ursprünglich mit der ›Klugen‹ (1943) zu einem Abend verbunden werden. Die Bildhaftigkeit der Vorlage gab den Anstoß, noch vor der Entstehung von Text und Musik einen szenischen Rahmen für das ganze Spiel zu entwerfen.

Orffs Werk, das etwa die Hälfte der Vorlage wörtlich übernimmt, ist durch Zudichtungen erweitert und teilweise umgewichtet, ohne jedoch die Märchensubstanz zu verändern. Für die hinzugefügten Aktionsszenen ist eine durch Wiederholungen und Akzentverschiebungen gestisch dynamisierte Verssprache charakteristisch.

Die Musik basiert weitgehend auf dem satztechnischen Arsenal der in der Dorothee-Günther-Schule entwickelten Elementargebilde, greift vielfach zu song- und gassenhauerähnlichen Lied- und Tanzformen und ist von ironisierenden und persiflierenden Zitaten durchsetzt.[2]

 

(Clemens Krauss, Carl Orff, Rudolf Hartmann und Josef Kugler bei der Arbeit zur Uraufführung 1939, von links)
(Clemens Krauss, Carl Orff, Rudolf Hartmann und Josef Kugler bei der Arbeit zur Uraufführung 1939, von links)

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[1] CO-Dok V,14; [2] Werner Thomas in: Pipers Enzyklopädie des Musiktheaters, Band 4, München 1991, S.581 ff.
Abb.: OZM
Video: Kurt Eichhorn -Ariola Eurodisc 69 069 QR; Carl-Orff-Stiftung, 1994

Der Mond
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Uraufführung

Handlung