English
Français
Español

Unterschrift Carl Orff

Zusammenarbeit mit dem Schott Verlag

»Ab 1923 wurden alle Werke ausschließlich beim Verlag B. Schott's Söhne, Mainz, herausgegeben.«[1]

Carl Orff traf Willy Strecker, den Inhaber des Schott-Verlages, 1930 bei einem Musikfest in Königsberg. Er konnte Strecker von seinen revolutionären Plänen zur elementaren Musikerziehung überzeugen. Streckers Antwort: »[...]Ihr ganzer Plan ist so verrückt, daß ich ein paar Versuchshefte drucken will.«[2]

»Zusammen mit dem Text wuchs die Musik (zu Carmina Burana) schnell heran[…], so daß ich schon Anfang Juni (1934) eine Reise zu meinem Verlag nach Mainz unternehmen konnte. Als Unterlage für mein Vorspiel hatte ich lediglich einen maschinengeschriebenen Text. Die Musik war in mir so fertig und lebendig, daß ich keiner Notenstütze bedurfte. Auf die Frage nach der Partitur mußte ich zugeben, daß ee eine solche noch nicht gäbe[…]. Spätestens bis Weihnachten wollte ich die druckreife Partitur einsenden.
Jedenfalls waren meine Freunde Ludwig und Willi Strecker[…]von dem neuen Werk überzeugt und stellten in bezug auf den zu erwartenden Erfolg kühne Prognosen.«[3]

   

»Wir haben mit vereinten Kräften ein Werk hingestellt, das einigen Bestand haben mag und Zeugnis geben soll von unserem Vertrauen in eine Zukunft, die einer großen Vergangenheit würdig ist.« (Carl Orff an den Verleger Ludwig Strecker)[5] (Carl Orff und Ludwig Strecker, Wiesbaden 1976)
(Carl Orff und Ludwig Strecker, Wiesbaden 1976)

[…]Dort (in Nordamerika) wurde 1954 eine konzertante Aufführung (der Carmina Burana) in der Carnegie Hall, New York, unter der Leitung von Leopold Stokowski bahnbrechend. Wie sehr sich Stokowski dem Werk verbunden fühlte, geht aus seinem Brief an Orffs Verleger Willy Strecker hervor:

23. December 1954
Dear Mr. Strecker,
it was a pleasure to receive your telegram about Orff's extraordinary Carmina Burana. It was one of the greatest experiences of my life to conduct this music, which I believe to be of great importance in the history of music. Soon I hope to conduct Trionfi of Afrodite in the Hollywood bowl, and Catulli Carmina[...]. If you see Orff please thank him for me and give him my greetings. [...]I hope to have the pleasure of meeting him[...].
Sincerely Leopold Stokowski[4]

______________________________________

[1] CO-Dok I,240; [2] Hermann Regner nach: Carl Orff: Dank an Ludwig Strecker, in: Festschrift für einen Verleger. Ludwig Strecker zum 90. Geburtstag, hrsg. von Carl Dahlhaus, Mainz 1973, S. 13/14; [3] CO-Dok IV,41; [4] CO-Dok IV,84; [5] Carl Orff: Dank an Ludwig Strecker, in: Festschrift für einen Verleger. Ludwig Strecker zum 90. Geburtstag, hrsg. von Carl Dahlhaus, Mainz 1973, S. 15
Abb.: Schott Music; OZM