Unterschrift Carl Orff

"Comoedia de Christi Resurrectione" - Ein Osterspiel

© Carl Orff-Stiftung/Archiv: Orff-Zentrum München

„Des is an Aufwachn rundum im Land, aus wintriger Nacht, von Trübsal und Dunkl, von Schlaf und von Tod.“, heißt es hoffnungsvoll in Carl Orffs Osterspiel Comoedia de Christi Resurrectione, das am 9. und 16. April 2017, jeweils um 14 Uhr, im Carl Orff Museum in einer Lesung mit Musik zur Aufführung kommt. Rezitator ist der bekannte Münchner Schauspieler Claus Obalski.

Die zweite Nacht nach Jesu Kreuzigung ist angebrochen, und die römischen Soldaten, die zur Bewachung seines Grabes abkommandiert wurden, schwatzen teils ergriffen, teils abfällig von diesem wundersamen wie wunderlichen Propheten – und zwar in der Sprache des einfachen Volkes, bayerisch. Nur einer radebrecht in wildem Gelehrtenlatein: Der Teufel, der unerkannt auf dem göttlichen Grab lauert und mit höllischer Gewalt Christi Auferstehung verhindern will. Doch urig-bayrisch stürzt er sich in ein hitziges Kartenspiel mit den Soldaten und verpasst prompt das göttliche Wunder: „Betrug! Betrug! Flüchti is er mir wordn, auf und davon in 'n Himmel nauf, zu seiner Engelsbagage!“. Diese „Engelsbagage“ rahmt mit himmlischen Gesängen die gesprochenen Szenen ein. Und so schlägt Orff auch in diesem Werk kraftvoll den Bogen von kernig-poetischer Sprache bis hin zum reinsten Sphärenklang.

Als Sohn einer Mundartdichterin wurde Claus Obalski die bayerische Sprache förmlich in die Wiege gelegt. So verwundert es nicht, dass er nach seiner Schauspielausbildung große Erfolge gerade im Mundarttheater erzielte – sei es in Aufführungen der Kleinen Komödie München oder des Tegernseer Volkstheaters, sei es auf dem Münchner Nockherberg oder in zahlreichen Fernsehausstrahlungen u. a. des legendären Komödienstadels. Nicht zuletzt ist der Schauspieler für seine Lesungen von Werken Ludwig Thomas bekannt.

Seit über 25 Jahren widmet sich das Carl Orff Museum in Dießen ganz dem Leben des Künstlers Orff (1895-1982), der mit seiner Vertonung der „Carmina Burana“ weltweite Berühmtheit erlangte. Bilder und Schautafeln führen durch die Ausstellung, Orff-Schulwerk-Instrumente dürfen ausprobiert werden, und natürlich kann man mittels Bild und Ton in sein Werk eintauchen.

Öffnungszeiten: sonn- und feiertags von 14 bis 17 Uhr

Führungen für Gruppen und Schulklassen sind nach Absprache und Anmeldung jederzeit möglich.

Am Ostermontag, den 17.4.2017 bleibt das Museum geschlossen. 

 

"Comoedia de Christi Resurrectione"
Ein Osterspiel

Lesung mit Musik
Es liest der Schauspieler Claus Obalski

Palmsonntag, 09. April 2017, 14 Uhr
Ostersonntag, 16. April 2017, 14 Uhr

Veranstaltungsort: Carl Orff Museum,  Hofmark 3,  86911 Dießen