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Unterschrift Carl Orff
Foto: Privat

Carl Orff: Ludus de nato Infante mirificus

Ein Weihnachtsspiel
Lesung mit Musik

Es lesen Claus Obalski und Barbara Hölzl

So, 
1. Advent, 03.12.2017 um 15 Uhr

So, 3. Advent, 17.12.2017 um 15 Uhr



 

Veranstaltungsort:
Carl Orff Museum
Hofmark 3
86911 Dießen



Eintritt: € 12.-, Kartenreservierung unter info(at)orff-museum.de 
oder 08807 / 91981

Bitte beachten Sie, dass das Museum am 3. und 17.12. wegen der Veranstaltung nicht regulär geöffnet hat.

 

Der Inhalt


„Der Stern kummt auf, kummt auf bei der Nacht, helliechter steht er am Himmel: großmachti zeigt er si an!“ bemerken entsetzt die Hexen in Carl Orffs Weihnachtsspiel „Ludus de nato Infante mirificus“.
 Dieser hell leuchtende Stern von Bethlehem versetzt die Hexen in Angst und Schrecken – kündigt er doch den Untergang der bösen Mächte an. Hektisch fahren sie alles auf, was Ihnen zur Verfügung steht: Tückische Hindernisse, Fallstricke, Irrwege, Sturm, Schneeverwehungen und eisige Winde. Doch nichts und niemand bringt Maria und Josef samt ihrem Esel vom rechten Weg ab, und endlich finden sie in einem kleinen Stall auch Unterschlupf und Schutz vor Eis und Schnee. Dort kommt Maria nieder, und alle eilen herbei, die dem Stern gefolgt sind, um das wundersame Jesuskind zu sehen: Hirten, Engel und die Heiligen Drei Könige. 

In seiner ungewöhnlichen Fassung der altbekannten Weihnachtsgeschichte verhandelt Carl Orff ein universales Thema – den Kampf zwischen Gut und Böse. Dabei bedient er sich aller Mittel, die seine Stücke so unverwechselbar und farbig machen: Die Hirten beschreiben ihre Eindrücke der Nacht in kernig-poetischem Bayerisch, die Hexen beschwören und verfluchen in stark rhythmisierter, derber Mundart und wildem Gelehrtenlatein, und die Engel loben und preisen das neugeborene Kind mit sphärischen Gesängen. 

 

Die Schauspier

Als Sohn einer Mundartdichterin wurde Claus Obalski die bayerische Sprache förmlich in die Wiege gelegt. So verwundert es nicht, dass er nach seiner Schauspielausbildung große Erfolge gerade im Mundarttheater erzielte – sei es in Aufführungen der Kleinen Komödie München oder des Tegernseer Volkstheaters, sei es auf dem Münchner Nockherberg oder in zahlreichen Fernsehausstrahlungen u. a. des legendären Komödienstadels. Nicht zuletzt ist der Schauspieler für seine Lesungen von Werken Ludwig Thomas bekannt.


Aus dem Bayerischen Oberland stammend ist Barbara Hölzl mit der Sprache und Musik ihrer Heimat stark verbunden. Ihre Schauspielausbildung absolvierte Hölzl neben einem Masterstudium Maschinenbau und Management (TU München) an der Internationalen Schule für Schauspiel und Acting in München. Ihr Faible für ungewöhnliche Theaterprojekte bewies die junge Schauspielerin u.a. bei der Produktion „Sommernacht“ des Theaterensembles Virtuelle Company, einer Collage aus Shakespeares Sommernachtstraum und Wer hat Angst vor Virginia Woolf von Edward Albee, als Hermia, Elfe und Künstler. Auch als Musikerin, vor allem als Zitherspielerin, ist Barbara Hölzl in verschiedenen Musikgruppen und auch als Solistin aktiv. 

 

Das Museum

Seit über 25 Jahren widmet sich das Carl Orff Museum in Dießen ganz dem Leben des Künstlers Orff (1895-1982), der mit seiner Vertonung der „Carmina Burana“ weltweite Berühmtheit erlangte. Bilder und Schautafeln führen durch die Ausstellung, Orff-Schulwerk-Instrumente dürfen ausprobiert werden, und natürlich kann man mittels Bild und Ton in sein Werk eintauchen.

Öffnungszeiten: sonn- und feiertags von 14 bis 17 Uhr

Führungen für Gruppen und Schulklassen sind nach Absprache und Anmeldung jederzeit möglich.