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Unterschrift Carl Orff

Grußwort Carl-Orff-Stiftung zur Verleihung des "Carl Orff – Preis 2015"

an die Freie Grundschule – Musik – und Kunstschule „Clara Schumann“ in Leipzig 

Samstag, 12. September 2015, 16.30 Uhr  im Rahmen der Veranstaltung „Das Bildungsfest für die ganze Familie“, Schumann-Haus, Inselstrasse 18, Leipzig

Text: Ute Hermann (Geschäftsführendes und Juristisches Vorstandsmitglied Carl-Orff-Stiftung Dießen am Ammersee)

 

Sehr geehrter Herr Dittrich,

Sehr geehrte Frau Nowak, sehr geehrte Festgäste, 

im Namen der Carl-Orff-Stiftung in Dießen am Ammersee begrüße ich Sie sehr herzlich zur Verleihung des diesjährigen „Carl Orff – Preises“ an die Freie Grundschule / Musik- und Kunstschule „Clara Schumann“ hier in Leipzig. Es wird Sie freuen, dass auch der Vorsitzende der Carl-Orff-Stiftung und langjährige Weggefährte von Carl Orff – der Komponist Wilfried Hiller – und Frau Professor Dr. Regina Pauls, die das wissenschaftlich-künstlerische Konzept erstellt hat, die Clara Schumann-Schule bis heute begleitet und zugleich Vorstandsmitglied der Carl-Orff-Stiftung ist, anwesend sind.  Mein Gruß gilt auch Frau Professor Johanna Metz, die als Studiengangsleiterin der Elementaren Musik- und Tanzpädagogik an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig die Kooperation mit der Clara Schumann-Schule betreut und stets neue Impulse für die Arbeit gibt.

Die Carl-Orff-Stiftung hat mit dem Carl Orff-Preis vor einigen Jahren eine  Auszeichnung geschaffen, die, wie es in der Urkunde heißt, Persönlichkeiten oder Institutionen verliehen wird, die sich um Carl Orff und sein Lebenswerk in außergewöhnlicher und Maßstäbe setzender Weise verdient gemacht haben. Bisher erhielten den Preis der Altphilologe und Orff-Kenner Dr. Werner Thomas für seine lebenslange Auseinandersetzung mit dem Werk von Carl Orff, der ehemalige Darmstädter Intendant John Dew für seine Inszenierungen der Werke Carl Orffs, insbesondere der Griechen-Dramen „Antigonae“ und „Oedipus, der Tyrann“, und das Team um den damaligen Intendanten der Ruhr-Triennale Heiner Goebbels für seine Inszenierung von Orffs wohl schwierigstem Werk „Prometheus“. 

In diesem Jahr 2015 zeichnet die Carl-Orff-Stiftung nun erstmals mit der Freien Grundschule / Musik- und Kunstschule „Clara Schumann“ eine Institution aus, eine Schule in Leipzig in der Rechtsträgerschaft der Rahn-Dittrich Group, eine staatlich anerkannte Freie Schule, die erst 1997 gegründet wurde.

Nur wenige Jahre nach der wiedererlangten Deutschen Einheit eine Schule mit einem eindeutig humanistisch orientierten Schulkonzept als Freie Schule zu gründen, ist ein mutiger Schritt gewesen. Den Schwerpunkt dieser Schule in der Verwirklichung einer ästhetisch-künstlerisch orientierten Bildung zu sehen und den Fächerkanon mit Musik, Sprache, Tanz und Bewegung sowie Bildender Kunst darauf abzustimmen und dies über fast zwei Jahrzehnte hinweg auszubauen und zu einem Erfolg zu führen, ist eine sehr bemerkenswerte Leistung, für die allen Beteiligten große Anerkennung und Respekt gebührt.  

Setzt eine Schule den Bildungsschwerpunkt für ihre Schüler (neben den regulären Lehrplan-Fächern) auf eine ästhetisch-künstlerische Bildung und bezieht Musik, Sprache, Bewegung und Tanz in ein ganzheitliches humanistisches Erziehungskonzept über alle Lehrgangsstufen hinweg ein, so ist sie nach der Ausrichtung der Arbeit der Carl-Orff-Stiftung eine Carl Orff-Schule. Dieses Verständnis von künstlerischer und humanistischer Bildung hat Carl Orff als einer der ersten im 20. Jahrhundert in seiner Arbeit in der Günther-Schule in München entdeckt, entwickelt und beschrieben. Ab 1948 hat er mit dem Orff Schulwerk – Musik für Kinder ein Modell zur Verfügung gestellt, das heute weltweit zu einem großen Erfolg geworden ist und von mittlerweise 54 Orff Schulwerk – Gesellschaften von Island bis Neuseeland sei es in Fort- und Weiterbildungskursen, sei es – wie hier in Leipzig – beginnend von Geburt an bis zum jeweils höchsten Schulabschluss in Ausbildungseinrichtungen – gelebt und weiter entwickelt wird.

Die Freie Grundschule / Musik- und Kunstschule „Clara Schumann“ ist in den zurück liegenden Jahren zu einer Modellschule für das Verständnis Carl Orffs von Bildung, insbesondere von humanistischer und musikalischer Bildung geworden, weil sie dessen Überzeugung, dass Bildung niemals abgeschlossen sein kann, tagtäglich lebt. Von mutigen Anfängen, durchaus auch mit wirtschaftlichen Risiken belastet, hat die Freie Grundschule / Musik- und Kunstschule „Clara Schumann“ ihr Schulkonzept stets weiterentwickelt und so den Ansatz von Carl Orff innovativ gestaltet, was mit der Einrichtung des „Klangraums“ deutlich wird. 

Aus diesen Gründen hat die Carl-Orff-Stiftung in Dießen am Ammersee – dort, wo Carl Orff lebte und arbeitete, residiert heute die Stiftung - die Freie Grundschule / Musik- und Kunstschule „Clara Schumann“ mit dem Carl Orff-Preis 2015 ausgezeichnet. Wir sind überzeugt, dass von dieser Schule auch zukünftig unverzichtbare Impulse für die Weiterentwicklung des Orff Schulwerks bzw. der Elementaren Musik- und Tanzpädagogik ausgehen werden, Gewähr dafür, dass Carl Orff als Komponist und „Musikpädagoge in Anführungszeichen“ weiter lebendig bleibt.

Carl Orff, der zeitlebens eng mit Frauen zusammengearbeitet hat – ich möchte in diesem Zusammenhang vor allem an Gunild Keetman, aber auch an Gertrud Orff und Margaret Murray erinnern -,  und anders als Robert und Clara Schumann vier Mal verheiratet war, hätte wohl seine anarchische Freude daran, dass die Leipziger Carl Orff-Schule nach Clara Schumann benannt ist. 

Ich darf Ihnen, liebe Frau Nowak, die Preisurkunde überreichen und Ihnen und der Schule sehr viel Glück wünschen. 

Gedenkgottesdienst für Carl Orff in der Wallfahrtskirche zu Andechs

Ostermontag, 28. März 2016, 10.00 Uhr.

Stellenausschreibung - einer Universitätsprofessorin/eines Universitätsprofessors für das Fach Elementare Musik- und Tanzpädagogik (befristet)

An der Universität Mozarteum Salzburg gelangt die Stelle einer Universitätsprofessorin/eines Universitätsprofessors für das Fach Elementare Musik- und Tanzpädagogik (befristet) zur Besetzung (Zl.: 848/1-2016).

(Berufungsverfahren gem. § 98 des Universitätsgesetzes 2002)

Anstellungserfordernisse sind:

  • eine der Verwendung entsprechende abgeschlossene inländische oder gleichwertige
  • ausländische Hochschulausbildung,
  • Promotion bzw. eine international vergleichbare wissenschaftliche Qualifikation, 
  • Lehrerfahrung in Hochschule und im Praxisfeld Elementare Musik- und  Tanzpädagogik,
  • eine der Aufgabe entsprechende hervorragende pädagogische und didaktische
  • Befähigung,
  • eine einschlägige künstlerische Laufbahn.

 Erwünscht ist:

  • Leitungserfahrung in der Organisation und Gestaltung von Studiengängen 
  • Kommunikations-, Team- und Leitungsfähigkeit
  • Erfahrungen mit der Konzeption und Durchführung von Veranstaltungen
  • Einbindung in fachrelevante Netzwerke und Gremien
  • Sehr gute deutsche und gute englische Sprachkenntnisse
  • Eigenes künstlerisches Profil

Hier können Sie die komplette Ausschreibung und noch weitere Stellenangebote als PDF-Datei downloaden. 

14. Internationaler Kammerchorwettbewerb in Marktoberdorf

Beim 14. Internationalen Kammerchorwettbewerb in Marktoberdorf hat die Carl-Orff-Stiftung wieder einen „Sonderpreis für die beste Interpretation eines beim Wettbewerb uraufgeführten Werkes vergeben.

Der Sonderpreis der Carl-Orff-Stiftung, der mit 1.500,- € dotiert ist, ging an den Frauenchor Balta aus Riga, Lettland.

Die Leitung des Chores hat Mara Marnauza.

„Carl-Orff-Stiftungsprofessur"

An der Hochschule für Musik und Theater München ist zum 1. Oktober 2015 folgende Stelle zu besetzen: 

Professur W 2 für Elementare Musikpädagogik (EMP)

„Carl-Orff-Stiftungsprofessur“

Gesucht wird eine renommierte Persönlichkeit mit hoher künstlerisch-pädagogischer Kompetenz und einschlägiger Lehrerfahrung. Zum Aufgabenbereich gehört u.a. die Betreuung der Studiengänge im Bereich der Elementaren Musikpädagogik, und zwar in der Lehre und in sonstigen Studienangelegenheiten. Dabei muss die methodisch-konzeptionelle Vielfalt des Arbeitsfeldes abgedeckt werden...

Hier können Sie die komplette Ausschreibung als PDF-Datei downloaden. 

Die Andechser ORFF-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters 2014/2015

für Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass
Flöte (+Picc), Oboe (+EH), Klarinette (+BKl, Es-Kl), Fagott (+Kfg),
Horn, Trompete, Posaune, Tuba, Pauke, Schlagzeug, Harfe, Tasteninstrumente (Klavier, Celesta, Harmonium)

 

Das wird geboten:

  • 5 Arbeitsphasen mit Orchesterproben, Registerproben, Workshops zu den Themen Orchesterarbeit und Musiktheater sowie Kammermusikspiel mit:
  • Christian von Gehren, Musikalischer Leiter der ORFF®-Akademie
  • Prof. Ulf Schirmer, Künstlerischer Leiter des Münchner Rundfunkorchesters
  • Marcus Everding, Künstlerischer Leiter der Carl Orff-Festspiele Andechs
  • Mitgliedern des Münchner Rundfunkorchesters und Fachreferenten sowie Orff-Experten
  • In der 5. Arbeitsphase die Mitwirkung bei 6 Aufführungen der Produktion von Carl Orffs DER MOND im Rahmen der Carl Orff-Festspiele Andechs
  • Die Mitwirkung bei den Kammerkonzerten im Rahmen der Carl Orff-Festspiele Andechs (Die geplanten Werke können unter orff-akademie@br.de erfragt werden.) 
  • Ein Stipendium über 5 Monate von monatlich 360,- €
  • Je nach Eignung: die Mitwirkung in einem Projekt des Münchner Rundfunkorchesters, angeleitet von einem Mitglied des Orchesters

 

Das erwarten wir von Ihnen:

  • ein erfolgreiches Instrumentalstudium ab dem 3. Semester, Studentenstatus bis einschließlich Juli 2015 (Studienbescheinigung bitte beilegen)
  • Altersgrenze 30 Jahre
  • konversationssicheres Deutsch
  • Anwesenheit bei allen Terminen

 

Termine 2014/2015:

Probespiele: Dezember 2014 

Arbeitsphasen im Funkhaus des Bayerischen Rundfunks, Studio 1:
Sa, 14.03.2015 / Sa, 09.05.2015 / Sa, 27.06.2015 

Arbeitsphase in Andechs:
Proben und Aufführungen von Carl Orffs DER MOND sowie Kammerkonzerte:
Di, 07.07. - So, 26.07.2015

 

Nähere Informationen erhalten Sie unter:

Münchner Rundfunkorchester 089-5900-30321,
orff-akademie@br.de
Kloster Andechs, Festspielbüro
08152-376-271

 

Bewerbungen per Mail senden Sie bitte bis 31. Oktober 2014 an:

orff-akademie(at)br.de 

Hier können Sie die Ausschreibung als PDF-Datei downloaden.

 

 

 

Carl Orff heute – Ein Komponist und seine Institutionen

Filmvorführung und Podiumsgespräch im Orff-Zentrum München

Wir laden Sie herzlich ein, bei der Filmvorführung und beim Podiumsgespräch dabei zu sein

am Montag, 18. März 2013, 19 Uhr

Veranstaltungssaal des Orff-Zentrums München

Kaulbachstraße 16, 80539 München (U3/U6 Universität).

Mit dem Komponisten Carl Orff und seinem künstlerischen wie pädagogischen Werk beschäftigen sich verschiedene Institutionen: die Carl Orff-Stiftung, das Orff-Zentrum München, das Carl Orff-Institut an der Universität Mozarteum Salzburg, das Carl Orff-Museum in Dießen, die Carl Orff-Festspiele in Andechs, das Orff-Schulwerk-Forum sowie Orff-Schulwerk-Gesellschaften in 38 verschiedenen Ländern. Wie hängen all diese Institutionen zusammen? Welche Aufgaben erfüllen sie? Auf welche Weise interagieren sie? Die Veranstaltung im Orff-Zentrum München versucht diese und weitere Fragen zu beantworten. Ein 2012 vom Bayerischen Rundfunk produzierter Film zeigt, wie Orffs Ideen und sein Schaffen auch heute noch weltweite Wirkungen entfalten. Im anschließenden Podiumsgespräch werden die einzelnen Orff-Institutionen durch ihre jeweiligen Leiterinnen und Leiter vorgestellt.

Eine Veranstaltung der Carl Orff-Stiftung und des Orff-Zentrums München im Rahmen des MünchnerStiftungsFrühlings.

Eintritt: Euro 14,00 / ermäßigt: Euro 8,00 (für Schüler, Studenten und Rentner)

Abendkasse eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung

Um Voranmeldung wird gebeten:

Telefon (0 89) 28 81 05-0; Fax (0 89) 28 81 05-33; kontakt@orff-zentrum.de

 

 

Carl Orff (1895-1982) als Student und Pädagoge

Eine Ausstellung der Hochschulbibliothek zum 30. Todesjahr des Komponisten 2012

im Wintersemester 2012/13 im südlichen Lichthof, 1. Stock der Arcisstr. 12

Infobroschüre als PDF-Datei

 

Die Andechser ORFF-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters 2014

für Flöte (+Picc), Oboe (+EH), Klarinette (+BKl, Es-Kl), Fagott (+Kfg),

Horn, Trompete, Posaune, Tuba, Pauke, Schlagzeug, Klavier, Celesta, Streicher

 

Das wird geboten:

5 Arbeitsphasen mit Orchesterproben, Registerproben, Workshops zu den Themen Orchesterarbeit und Musiktheater sowie Kammermusikspiel mit:

Christian von Gehren, Musikalischer Leiter der ORFF®-Akademie

Prof. Ulf Schirmer, Künstlerischer Leiter des Münchner Rundfunkorchesters

Marcus Everding, Künstlerischer Leiter der Carl Orff-Festspiele Andechs

Mitgliedern des Münchner Rundfunkorchesters und Fachreferenten sowie Orff-Experten

In der 5. Arbeitsphase die Mitwirkung bei 7 Aufführungen der Produktion von Carl Orffs CARMINA BURANA und CATULLI CARMINA im Rahmen der Carl Orff-Festspiele Andechs

Die Mitwirkung bei den Kammerkonzerten im Rahmen der Carl Orff-Festspiele Andechs (Die geplanten Werke können unter orff-akademie@br.de erfragt werden.)

 

Ein Stipendium über 5 Monate von monatlich 360,- €

 

Je nach Eignung: die Mitwirkung in einem Projekt des Münchner Rundfunkorchesters, angeleitet von einem Mitglied des Orchesters

 

Das erwarten wir von Ihnen:

ein erfolgreiches Instrumentalstudium ab dem 3. Semester, Studentenstatus bis einschließlich August 2014 (Studienbescheinigung bitte beilegen)

Altersgrenze 30 Jahre

konversationssicheres Deutsch

Anwesenheit bei allen Terminen

 

Termine 2013/2014:

Probespiele: Dezember 2013

 

Arbeitsphasen im Funkhaus des Bayerischen Rundfunks, Studio 1:

Sa, 22.03.2014 / Sa, 10.05.2014 / Sa, 14.06.2014

 

Arbeitsphase in Andechs:

Kammerkonzerte: Fr, 18.07.2014 und Sa. 19.07.2014

Proben und Aufführungen von Carl Orffs CARMINA BURANA und CATULLI CARMINA:

Do, 24.07. - So, 27.07.2014 sowie Fr, 01.08. - So, 03.08.2014

 

Nähere Informationen erhalten Sie unter:

Münchner Rundfunkorchester

089-5900-3648, orff-akademie@br.de

Kloster Andechs, Festspielbüro

08152-376-271, orff@andechs.de

 

Online-Bewerbungen senden Sie bitte bis 31. Oktober 2013 an:

orff-akademie(at)br.de 

 

 

 

Musik und Tanz in Sozialer Arbeit und Integrativer Pädagogik

Berufsbegleitender Universitätslehrgang 
Oktober 2015 – Juni 2016

Der Universitätslehrgang bietet PädagogInnen eine Erweiterung ihrer beruflichen Qualifikation. Der Lehrgang ist einjährig, umfasst Pflichtfächer im Ausmaß von 11 Semesterstunden (16,5 ECTS Anrechnungspunkte) und findet an 8 Wochenenden jeweils von Freitag 16.00 Uhr bis Sonntag 13.00 Uhr statt.

Das Unterrichtsangebot umfasst insgesamt 165 Stunden.

Carl Orff Institut für Elementare Musik- und Tanzpädagogik
Universität Mozarteum Salzburg

www.orffinstitut.at

Alle Infos finden Sie hier!

The Special Course 2014 - 2015

Advanced studies in music and dance education – “Orff Schulwerk“

October 2014 – June 2015

Carl Orff Institute
For elemental music and dance pedagogy
University Mozarteum Salzburg

Infobroschüre als PDF-Datei

www.orffinstitut.at
www.uni-mozarteum.at 

Internationaler Sommerkurs 2014

6.-12.Juli 2014 am Carl-Orff-Institut der Universität Mozarteum Salzburg

Elemental Music and Dance Pedagogy Orff Schulwerk

Infobroschüre als PDF-Datei

Die Andechser ORFF-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters 2014

für Flöte (+Picc), Oboe (+EH), Klarinette (+BKl, Es-Kl), Fagott (+Kfg),

Horn, Trompete, Posaune, Tuba, Pauke, Schlagzeug, Klavier, Celesta, Streicher

 

Das wird geboten:

 

5 Arbeitsphasen mit Orchesterproben, Registerproben, Workshops zu den Themen Orchesterarbeit und Musiktheater sowie Kammermusikspiel mit:

Christian von Gehren, Musikalischer Leiter der ORFF®-Akademie

Prof. Ulf Schirmer, Künstlerischer Leiter des Münchner Rundfunkorchesters

Marcus Everding, Künstlerischer Leiter der Carl Orff-Festspiele Andechs

Mitgliedern des Münchner Rundfunkorchesters und Fachreferenten sowie Orff-Experten

 

In der 5. Arbeitsphase die Mitwirkung bei 7 Aufführungen der Produktion von Carl Orffs CARMINA BURANA und CATULLI CARMINA im Rahmen der Carl Orff-Festspiele Andechs

Die Mitwirkung bei den Kammerkonzerten im Rahmen der Carl Orff-Festspiele Andechs (Die geplanten Werke können unter orff-akademie@br.de erfragt werden.)

 

Ein Stipendium über 5 Monate von monatlich 360,- €

 

 

Je nach Eignung: die Mitwirkung in einem Projekt des Münchner Rundfunkorchesters, angeleitet von einem Mitglied des Orchesters

 

 

Das erwarten wir von Ihnen:

ein erfolgreiches Instrumentalstudium ab dem 3. Semester, Studentenstatus bis einschließlich August 2014 (Studienbescheinigung bitte beilegen)

Altersgrenze 30 Jahre

konversationssicheres Deutsch

Anwesenheit bei allen Terminen

 

Termine 2013/2014:

Probespiele: Dezember 2013

 

Arbeitsphasen im Funkhaus des Bayerischen Rundfunks, Studio 1:

Sa, 22.03.2014 / Sa, 10.05.2014 / Sa, 14.06.2014

 

 

Arbeitsphase in Andechs:

Kammerkonzerte: Fr, 18.07.2014 und Sa. 19.07.2014

Proben und Aufführungen von Carl Orffs CARMINA BURANA und CATULLI CARMINA:

Do, 24.07. - So, 27.07.2014 sowie Fr, 01.08. - So, 03.08.2014

 

 

Nähere Informationen erhalten Sie unter:

 

Münchner Rundfunkorchester

089-5900-3648, orff-akademie@br.de

Kloster Andechs, Festspielbüro

08152-376-271, orff@andechs.de

 

 

Online-Bewerbungen senden Sie bitte bis 31. Oktober 2013 an:

orff-akademie@br.de

 

 

 

Lorbeeren für Prometheus in Altgriechisch

Heiner Goebbels
Lemi Ponifasio
Peter Rundel

Sind stolz auf den Carl Orff-Preis 2013:
Heiner Goebbels, Lemi Ponifasio und Peter Rundel

 

DIESSEN | DUISBURG – Mit dem Carl Orff-Preis 2013 ist die spektakuläre Prometheus-Inszenierung von der Ruhrtriennale im vergangenen Jahr ausgezeichnet worden. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis geht an Intendant Professor Heiner Goebbels, an Regisseur Lemi Ponifasio und Dirigent Peter Rundel. Dem Trio wird für zweieinhalb Stunden antikes Deklamationstheater von Aischylos (auf Altgriechisch, ohne Übertitelung) „herausragende Leistung“ in der Duisburger Kraftzentrale attestiert. Der Carl Orff-Preis gilt in der Fachwelt als hochkarätige Auszeichnung, seine Verleihung wird im Zwei-Jahres-Rhythmus mit Spannung erwartet.

Carl Orffs Musikdrama „Prometheus“ wurde 1968 uraufgeführt. Es gilt als eines der ungewöhnlichsten Werke des 20. Jahrhunderts, weil es in altgriechischer Sprache geschaffen wurde und deshalb an Künstler, Sänger ebenso wie Musiker und Tänzer die höchsten Anforderungen stellt. Heiner Goebbels schuf mit Lemi Ponifasio und Peter Rundel eine Inszenierung, die für unvergessliche Eindrücke gelobt wurde. Die Carl Orff-Stiftung würdigt die drei zeitgenössischen Gestalter für Mut und künstlerische Kraft, womit sie das wohl schwierigste Werk Carl Orffs gestaltet haben.

Vorstand und Kuratorium der Carl Orff-Stiftung in Diessen am Ammersee beschlossen 2008, einen Preis zu verleihen, der an das künstlerische und pädagogische Schaffen Carl Orffs (1895 - 1982) erinnert. Der Preis ist nach dem Komponisten benannt und wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich in überragender Weise um das künstlerische Werk und das musikpädagogische Schaffen des Komponisten bemühen. Der Carl Orff-Preis wird im zweijährigen Turnus verliehen und ist in der Regel mit 10.000 Euro dotiert.

Der Preis verdeutlicht, dass Carl Orff nicht nur der Schöpfer der Carmina Burana ist, sondern zu den bedeutendsten Musikdramatikern des 20. Jahrhunderts zählt. Der Komponist ist auch mit dem seit Mitte der 1920-er Jahre entwickelten Orff-Schulwerk international bekannt geworden. Es dient der Erziehung des Menschen - vor allem des Kindes - zur Musik und regt zum eigenen künstlerischen Tun an.

Der Carl Orff-Preis würdigt Persönlichkeiten, deren Beschäftigung mit dem Werk und Schaffen von Carl Orff außergewöhnliche Maßstäbe setzt und zeigt, wie aktuell Orff nach wie vor ist. Erstmals 2009 ging der Preis an den Altphilologen und Musikwissenschaftler Dr. Werner Thomas (1910 - 2011), dessen wissenschaftliches Wirken über mehr als fünf Jahrzehnte weitgehend Carl Orff gewidmet war, mit dem ihn übrigens auch eine enge Freundschaft verband.

2012 ging der Preis an den Musiktheater-Regisseur John Dew für seine Auseinandersetzung mit den Musikdramen Carl Orffs. John Dew inszenierte während in seiner Intendanz am Staatstheater Darmstadt die Griechendramen „Antigonae“ und „Oedipus der Tyrann“. Außerdem setzte er sich mit den Märchenstücken „Die Kluge“ und „Der Mond“ auseinander. Seine Inszenierung von „Gisei“, die zugleich die Uraufführung dieses Jugendwerkes von Carl Orff war, legte den Blick frei auf die Ursprünge von Orffs kompositorischem Schaffen und schlug den Bogen zum letzten Bühnenwerk „De temporum fine comoedia“. Kaum ein anderer Regisseur hat sich in dieser künstlerischen Bandbreite und Qualität in den zurückliegenden Jahren Carl Orff gewidmet. Text: Ute Hermann, Beate Bentele

 

Zu den Bildern:

Für ihre Prometheus-Inszenierung in der in der Kraftzentrale Duisburg wurden mit dem Carl Orff-Preis 2013 ausgezeichnet:

Intendant Professor Heiner Goebbels, Foto: Wonge Bergmann

Regisseur Lemi Ponifasio, Foto: Guenter Karl Bose

Dirigent Peter Rundel, Foto: Henrik Jordan

Stellenausschreibungen der Universität Mozarteum Salzburg

Universitätsprofessor(in) für Tanz in der Musik- und Tanzpädagogik

Sekretär(in) der Vizerektorin für Ressourcen

alle weiteren Informationen finden Sie hier

Internationaler Sommerkurs 2013

7.-12.Juli 2013 am Carl-Orff-Institut der Universität Mozarteum Salzburg

Elementare Musik- und Tanzpädagogik für Alle

Zielpunkt: Inklusion

Im Sinne der Inklusiven Pädagogik wendet sich das Kursangebot an Pädagoginnen und Pädagogen verschiedenster Institutionen und Zielgruppen. Vom Kindergarten über Schule, Sonderschule, Integrationspädagogik bis zu Therapieeinrichtungen, der Seniorenarbeit und der Erwachsenenbildung.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellen sich ein ganz persönliches Programm zusammen, das aus drei verschiedenen Workshops pro Tag auf Deutsch oder Englisch bestehen kann.

Hinzu kommen Vorträge, Filmvorführungen, Diskussionen im Plenum in der ersten Morgeneinheit und gemeinsame praktische Aktivitäten (Singen, Tanzen, Musizieren) am Abend.

Unterrichtsangebote auf Deutsch und Englisch

Leitung: Manuela und Michel Widmer

75 Jahre Carmina Burana von Carl Orff

Entstehung, Uraufführung, Wirkung eines Welterfolgs

Ausstellung in der Bayerischen Staatsbibliothek verlängert bis zum 6. Oktober 2012

Eine Veranstaltung des Orff-Zentrum Münchens mit freundlicher Unterstützung der Bayerischen Staatsbibliothek

 

Flyer zur Ausstellung als PDF-Datei

 

 

 

 

 

 

 

Vielfalt (er)leben - intensiv inklusiv

15 Jahre Studienschwerpunkt „Musik und Tanz

in sozialer Arbeit und inklusiver Pädagogik“ (MTSI)

am Carl Orff-Institut der Abteilung Musikpädagogik,

Universität Mozarteum Salzburg

 

mehr infos und Programm als PDF-Datei

 

ORFF SINNFÄLLIG KONTEXTUALISIERT

Das Leipziger Ballett verbindet die „Catulli Carmina“ mit Klaviermusik von Bartók und Rachmaninow

Mitunter läuft die Orff-Rezeption Gefahr, zu werkimmanent vorzugehen, den Komponisten also aus sich selbst heraus verstehen und erklären zu wollen, ihn – als ob er ein Monolith in der Musikgeschichte wäre – außerhalb des existierenden historischen Zusammenhangs zu betrachten. Dem steuerte nun das Leipziger Ballett mit dem dreiteiligen Ballettabend „Herzbrennen“ gegen, welcher auf sinnfällige Weise Orffs „Catulli Carmina“ mit Bartóks erstem Klavierkonzert und Rachmaninows Suite für zwei Klaviere kontextualisierte.

Diese, auf den ersten Blick dem einen oder anderen möglicherweise abstrus vorkommende Zusammenstellung stellt nicht nur drei in zeitlicher Nachbarschaft entstandene Kompositionen miteinander in Beziehung, sondern räumt auch mit manch hartnäckig bis heute im Umlauf befindlichen Klischees und daraus abgeleiteten Reduzierungen auf: jener Bartoks auf die Rolle des gemütlich Bauernlieder sammelnden ungarischen Folkoristen, jener Rachmaninows auf den kitschlastigen Klaviersalonlöwen und jener Orffs auf den in Tonalität verharrenden Traditionalisten des 20. Jahrhunderts.

Der sprichwörtliche Schuh wird andersrum daraus: in Bartóks Klangspurensuche im bäurisch Rohen, dezidiert Unartifiziellen und dadurch Naturbelassenen einen eigenen (Aus)weg aus dem Nachwagnerismus seiner Zeit zu finden, was ihn zu einer perkussiven Klangästhetik hinführte, bei der Instrumente wie Klavier oder Streicher wie ein Schlagzeug behandelt werden und die musikalische Schreibart stark rhythmusbetont ist, zugleich von der Energie ihrer Motorik sowie ihrem tänzerischen Schwung lebt – eine musikalische Textur also, die nach Choreographie geradezu verlangt!

Gleichermaßen steht Rachmaninow sehr nahe an Bartóks volksmusikantisch empfundener und übrigens auch an Strawinskys neoklassizistisch geprägter Motorik, die er häufig mit jazzoider Rhythmik verbindet. An der klangästhetischen Wandlung des Klaviers zum Schlaginstrument, wie sie genauso bei Bartók zu beobachten ist, war Rachmaninow maßgeblich beteiligt.

In Orffs Tonsprache begegnet uns eine Art Synthese aus diesen Elementen, besonders signifikant in der Orchestrierung der „Catulli Carmina“ mit ihren vier, höchst perkussiv eingesetzten Klavieren, was wiederum einen Bogen zu Strawinskys „Les Noces“ schlägt, auch dies kein Zufall, denn es geht hier wie dort um das künstlerisch sublimierte Hinterfragen von Paarbeziehungen. Und solche Fragen stellte eindringlich der Leipziger Choreograph Mario Schröder, welcher der Uraufführung seiner Tanzversion der „Catulli Carmina“ die insbesondere in ihrer Formenstrenge noch immer sehenswerten Arbeiten seines Mentors Uwe Scholz von 1994 (Bartók) bzw. 1987 (Rachmaninow) voran stellte.

In den „Catulli Carmina“ gelang es Schröder, die tragische Ambivalenz des „odi et amo“ auf fesselnde Weise sichtbar zu machen, die Affekte von Zorn und Trauer, Leidenschaft und Leiden vollendet in tänzerische Bewegung umzusetzen. Hierfür standen ihm mit Fang Yi Liu als Lesbia und Illia Bukharov als Catull ein ausgezeichnetes Protagonistenpaar zur Seite, welches tief berührend Orffs archetypische Parabel glaubhaft werden ließ. Nun war es allerdings auch mit der musikalischen Seite an diesem Abend zum Besten gestellt, den Gesangssolisten Viktorija Kaminskaite und Dan Karlström, dem von Alessandro Zuppardo hervorragend einstudierten Chor der Oper Leipzig, dem untadelig präsenten Gewandhausorchester unter der virilen Leitung von Anthony Bramall und – bei Bartók und Rachmaninow – den faszinierenden Solisten Wolfgang Manz und Julia Goldstein-Manz. Ein noch lange nachwirkender Ballettabend also, der zugleich Leipzig als dem Uraufführungsort von Orffs „Catulli Carmina“ alle Ehren einzulegen vermochte.

ORFF – Instrumente für das Klingende Museum Hamburg

Djembe und Triangel, Klangbausteine und Schlägel - die Carl Orff-Stiftung hat für das „Klingende Mobil“ der Hamburger Jugendmusikstiftung – Das Klingende Museum Hamburg die Anschaffung von Orff-Instrumenten gefördert.

Diese Instrumente werden am Freitag, 8. Juni 2012 offiziell übergeben.

Vor dreißig Jahren, am 29. März 1982, starb Carl Orff (1895-1982), der nicht nur als Komponist der CARMINA BURANA Weltruhm erlangt hat, sondern auch als Begründer des ORFF-SCHULWERKS, das heute in fast fünfzig Ländern weltweit („von Island bis Neuseeland“) praktiziert wird. Vor allem für Kinder ist sein Konzept einer Elementaren Musik- und Bewegungserziehung wichtig. Es ermöglicht ihnen, ihre eigenen kreativen Fähigkeiten auszubilden noch bevor sie ein Streich-, Tasten- oder Blasinstrument zu spielen beginnen. Zu großen Teilen ist Carl Orffs Modell heute in den Grundsätzen der Musikalischen Früherziehung aufgegangen und wird auf vielfache Weise verwirklicht. Aber dennoch ist es wichtig, an den bedeutenden Komponisten zu erinnern, der als erster auf die Bedeutung einer frühzeitigen Schulung der kreativen und künstlerischen Fähigkeiten hingewiesen hat.

Das Klingende Museum Hamburg hat es sich zur Aufgabe gemacht, vor allem Kinder einen ersten Kontakt zu Musikinstrumenten zu vermitteln. Durch eigenes Ausprobieren die Neugierde auf ein Instrument, die Freude am Musizieren zu wecken, das war die Intention des Gründers, des Dirigenten Gerd Albrecht, vor über 20 Jahren das Klingende Museum ins Leben zu rufen. Nicht nur Kinder im Schulalter, schon die Jüngsten sollten möglichst frühzeitig musikalisch gefördert werden. Deshalb fährt das „Klingende Mobil“ Hamburger Kindergärten und Vorschulen an, um den Kindern die Möglichkeit zur Entdeckung einer Welt aus Klängen und Tönen zu erschließen. Das jetzt gespendete Instrumentarium der Carl Orff-Stiftung ermöglicht es, dass sich die Kinder noch intensiver mit dem Thema „Musik selbst gestalten“ beschäftigen können.
(Fotos: Astrid Ott)

 

Für nähere Informationen:

Carl Orff-Stiftung

Ute Hermann

Gewerbegebiet 11, 82399 Raisting

Fon 08807 / 94 65 60

info@orff.de

 

Das Klingende Museum Hamburg

Bettina Fellinger

Dammtorwall 46, 20355 Hamburg

Fon 040 / 35 75 23 43

hamburg@klingendes-museum.de

 

VOM GESANG DES TÄNZERISCH BEWEGTEN MENSCHEN

Die „Carmina Burana“ an der Volksoper Wien

 

Wer bislang der Meinung gewesen ist, ein solch vielgespieltes und insoweit auch bekanntes Werk wie Orffs „Carmina Burana“ böte keine Ansätze mehr für eine neue inszenatorische Sichtweise, dem sei dringend eine Reise nach Wien empfohlen, wo das Wiener Staatsballett das „Bühnenwerk mit Sing- und Tanzchören“, wie der Komponist das Stück einst einmal bezeichnet hatte, in einer Choreographie von Vesna Orlic herausgebracht hat.

Jene autorisierte Untertitulierung eines „Bühnenwerks mit Sing- und Tanzchören“ hatte Orlic auf sinnfällige Weise wörtlich genommen. Bei ihr gab es nicht die vielerorts – leider – zu beobachtende Verlegenheit zu sehen, dass der Chor, quasi oratorisch-konzertant, seinen Bogen vom einleitenden zum finalen „O fortuna“ spannt und dazwischen der Tanz ein mehr oder weniger plausibles Eigenleben führt, sondern sie hatte es verstanden, Chor und Ballett als dramaturgisch gleichgewichtige Partner auf der Bühne miteinander zu verschränken und auf diese Weise zugleich die von Orff für die Carmina erhobene Forderung „atque imaginibus magicis“ umgesetzt.

Und auf was für eine Weise! „Magische Bilder“ waren bei ihr keine possierlichen Illustrationen für eine vermeintlich heiter-eingängige Musikfolie, sondern gerieten in ihrer Sicht zum Fanal der Werk-Entstehungszeit. Denn wie Orff seine altfranzösischen, mittelhochdeutschen und lateinischen Worte in Musik vertonte, wird zwar häufig in der Musikgeschichtsschreibung als historistisch abgetan, ist es aber nicht – im Gegenteil. Die Entfesselung rhythmischer Triebkräfte wurzelt im Expressionismus einer tanzenden „Salome“ oder eines „Sacre du printemps“, und die Bilder, die ein mit scharfem Verstand am Zeitgeschehen teilnehmender schaffender Künstler wie Orff 1934 zu sehen bekam, ließen ihn schon damals ein Bühnenwerk kreieren, über welches nach der Uraufführung u.a. zu lesen war: „König, Dame, Dirne, Bauer, Bischof und Krieger ersteigen den Gipfel ihrer Bahn und sinken unausweichlich ins Elend zurück“. Angesichts des Aufstiegs und in tiefe Barberei und Zerstörung zurückfallenden Nazi-Deutschlands ein geradezu visionäres Bild, dem kritischen Zeichner A. Paul Weber vergleichbar, welcher ebenfalls in zeitlicher Nachbarschaft die sich emporgehoben dünkenden Hitler-Getreuen in einen überdimensionierten, hakenkreuzbehafteten Sarg stürzen ließ.

Auf diese Weise kommt einer Szene wie „In taberna“ scharfe, ja ätzende Zeitkritik bei, in der eine unschuldige Kreatur bei lebendigem Leibe verbrannt und zu aggressiv destruktiver Rhythmik von einer musikalisch veritabel gleichgeschalteten Männerchormasse einverleibt wird. Orlic setzte dem noch ein Stück drastischer Kirchenkritik obenauf, die Doppelmoral und Verlogenheit – von welcher die Kirchengeschichte bekanntlich nicht frei ist und auch während der NS-Zeit nicht frei blieb; in diesem Zusammenhang wurde die Zeitgenossenschaft von Rolf Hochhuth und Carl Orff evident – in einer nachgerade atemberaubenden tanzdramatischen Szene auf den Punkt bringend. Dazwischen fand Orlic zu intimen, mitunter anrührenden, durchaus aber auch nachdenklichen Szenen mit einem jungen Liebespaar, einem sich auseinander lebenden (Ehe?)paar und einem alten Paar, unausweichlich dem Wirken der Fortuna als Glücks- oder besser: Schicksalsgöttin ausgesetzt. Orffs Prinzip „Aus Bewegung Musik – Aus Musik Tanz“ wurde hier kongenial um- und zugleich mit Debussys „Nachmittag eines Fauns“ und Ravels „Bolero“ ein einen musikdramaturgisch sinnfälligen Zusammenhang gesetzt.

 

Link zur Volksoper Wien

Berufsbegleitender Universitätslehrgang

ELEMENTARE MUSIK- UND BEWEGUNGSPÄDAGOGIK

 

Oktober 2012-Juni 2013

 

Carl-Orff-Institut für Elementare Musik- und Tanzpädagogik

Universität Mozarteum Salzburg

 

Infobroschüre als PDF-Datei

Carl Orff – Preis

Foto: Barbara Aumüller
Foto: Barbara Aumüller

Vorstand und Kuratorium der Carl Orff-Stiftung in Dießen am Ammersee haben im Jahr 2008 beschlossen, einen Preis zu verleihen, der an das künstlerische und pädagogische Schaffen Carl Orffs (1895 – 1982) erinnert. Der Preis ist nach Carl Orff benannt und wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich in herausragender Weise um das künstlerische Werk und das musikpädagogische Schaffen des Komponisten verdient gemacht haben. Der Carl Orff – Preis wird in der Regel in einem zweijährigen Turnus verliehen und ist mit 10.000,- € dotiert.

Der Carl Orff – Preis soll deutlich machen, dass Carl Orff nicht nur der Schöpfer der CARMINA BURANA ist, sondern zu den bedeutendsten Musikdramatikern des 20. Jahrhunderts zählt. Der Komponist ist auch mit dem seit Mitte der 20-iger Jahre entwickelten Orff – Schulwerk, der Erziehung des Menschen, insbesondere des Kindes, zur Musik und zu eigenem künstlerischen Tun, zum Wegbereiter für musikalische und kulturelle Bildung geworden.

Der Carl Orff – Preis wird an Persönlichkeiten verliehen, deren Beschäftigung mit dem Werk und Schaffen von Carl Orff außergewöhnlich, Maßstäbe setzend und einzigartig ist und zeigt, wie aktuell Orff nach wie vor ist. So hat die Carl Orff-Stiftung den Carl Orff  - Preis im Jahre 2009 zum ersten Mal an den Altphilologen und Musikwissenschaftler Dr. Werner Thomas (1910 – 2011) verliehen, dessen wissenschaftliches Wirken über mehr als fünf Jahrzehnte zu großen Teilen Carl Orff gewidmet war, mit dem ihn auch eine intensive Freundschaft verband.

Mit der Verleihung des Carl Orff – Preises an den Musiktheater-Regisseur John Dew, Intendant des Staatstheaters Darmstadt, würdigt die Stiftung dessen langjährige Auseinandersetzung mit den Musikdramen Carl Orffs. John Dew hat in seiner Intendanz am Staatstheater Darmstadt nicht nur die beiden Griechendramen „Antigonae“ und „Oedipus der Tyrann“ inszeniert, sondern sich auch mit den Märchenstücken „Die Kluge“ und „Der Mond“ auseinandergesetzt. Seine Inszenierung von „Gisei“, die zugleich die Uraufführung dieses Jugendwerkes von Carl Orff war, hat den Blick auf die Ursprünge seines kompositorischen Schaffens frei gelegt und diese in unmittelbare Beziehung zu seinem letzten Bühnenwerk „De temporum fine comoedia“ gesetzt. Kaum ein anderer Regisseur hat sich in dieser künstlerischen Bandbreite und Qualität in den zurückliegenden Jahren Carl Orff gewidmet.

Laudatio als PDF-Datei

ORFF - DVD - Edition

Carl Orff (1895 – 1982) wird in der Rezeption seines kompositorischen Schaffens vor allem als Komponist der CARMINA BURANA wahrgenommen, obwohl es noch 17 weitere Bühnenwerke von ihm gibt. Fast alle seine Stücke liegen spätestens seit den 60-iger Jahren auf Schallplatte und später auf CD vor. Es hat  aber, abgesehen vom CARMINA BURANA – Film von Jean Pierre Ponnelle von 1975 und einem auf DVD erhältlichen Konzertmitschnitt der Berliner Philharmoniker unter Sir Simon Rattle, bis vor wenigen Jahren keine Filmmitschnitte von Inszenierungen der musikdramatischen Werke von Carl Orff gegeben. In der Überzeugung, dass die Rezeption von Musiktheater sehr stark von visuellen Wahrnehmungen ausgeht und ein Werk, das nicht gesehen werden kann, als nicht vorhanden scheint,  haben sich der Verlag Schott Music, Mainz und die Carl Orff-Stiftung Diessen am Ammersee schon seit 2002 entschlossen, wichtige Inszenierungen der Werke Carl Orffs aufzeichnen zu lassen und als ORFF Edition auf DVD zu veröffentlichen. In dem Filmemacher Peider A. Defilla und seiner Firma B.O.A. Videofilmkunst in München haben sie einen dem Werk Carl Orffs sehr verbundenen, kongenialen und erfahrenen Produzenten gefunden, der Inszenierungen von Hellmuth Matiasek bei den Carl Orff – Festspielen in Andechs und von John Dew am Staatstheater Darmstadt live mitgeschnitten und zur Veröffentlichung auf DVD im Label WERGO bearbeitet hat. Aus Anlass des 30. Todestages von Carl Orff am 29. März 2012 können als ORFF Edition vorgestellt werden:

  • Die Bernauerin (Carl Orff-Festspiele Andechs, 2007)
  • Astutuli (Carl Orff-Festspiele Andechs, 2008)
  • Antigonae (Staatstheater Darmstadt, 2007)
  • Oedipus der Tyrann (Staatstheater Darmstadt, 2007)
  • Gisei (Staatstheater Darmstadt, 2010)


In Vorbereitung ist:

  • De temporum fine comoedia (Staatstheater Darmstadt, 2010)

Es ist geplant, im Laufe der kommenden Jahre weitere Werke von Carl Orff auf DVD zu veröffentlichen, vor allem CARMINA BURANA als Bühnenwerk. Die ORFF – DVD - Edition kann nur in engem Zusammenwirken aller Beteiligten realisiert werden. An erster Stelle sind hier die Regisseure Hellmuth Matiasek und John Dew und deren Team bei den Carl Orff-Festspielen in Andechs und am Staatstheater Darmstadt zu nennen, die Sängerinnen und Sänger, die Orchester und deren Dirigenten, der Produzent und die Kameraleute sowie das gesamte Produktionsteam, Dr. Thomas Rösch, Direktor des Orff Zentrums, der die Texte für die Booklets geschrieben und auch die Übersetzungen betreut hat, der Verlag Schott Music in Mainz. Die Pro Musica Viva-Stiftung und die Carl Orff-Stiftung haben das Projekt ORFF- DVD Edition gefördert.

Alle DVDs sind bei der Schott-Tochter WERGO erschienen.

mehr Infos hier

The Special Course 2012-2013

Advanced Studies in Music and Dance Education –
Orff-Schulwerk

Oktober 2012-Juni 2013

Unterrichtssprache: Englisch

Carl-Orff-Institut für Elementare Musik- und Tanzpädagogik, Universität Mozarteum Salzburg

(Kursbeschreibung englisch, PDF, 16 Seiten, 400 KB)

 

 

Stiftungsprofessur

An der Hochschule für Musik und Theater München ist zum WS 2012/13 folgende Stelle zu besetzen:

Professur W2 für Elementare Musikpädagogik (EMP)
„Carl-Orff-Stiftungsprofessur“


Kopien der Zeugnisse werden bis zum 27. Februar 2012 an den Präsidenten der Hochschule für Musik und Theater München, Arcisstr. 12, 80333 München, erbeten.

PDF-Datei der Ausschreibung 

ORFF Ausschreibung 2011/2012

Andechser ORFF®-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters

Flöte (+Picc), Oboe (+EH) Klarinette (+BKl, Es-Kl), Fagott (+Kfg), Horn, Trompete, Posaune, Tuba, Pauke, Schlagzeug, Harfe, Streicher

Das wird geboten:

➢    5 Arbeitsphasen mit Orchesterproben, Registerproben, Workshops zu den Themen
Orchesterarbeit und Musiktheater sowie Kammermusikspiel mit:
Christian von Gehren, Musikalischer Leiter der ORFF®-Akademie
Prof. Ulf Schirmer, Künstlerischer Leiter des Münchner Rundfunkorchesters
Marcus Everding, Künstlerischer Leiter der Carl Orff-Festspiele Andechs
Mitgliedern des Münchner Rundfunkorchesters
und diversen Fachreferenten und Orff-Spezialisten

➢    In der 5. Arbeitsphase die Möglichkeit zur Mitwirkung in acht Aufführungen der szenischen Musiktheaterproduktion von Carl Orffs DIE BERNAUERIN im Rahmen der Carl Orff-Festspiele Andechs (Regie: Marcus Everding)

➢    Die Möglichkeit zur Mitwirkung in einem Kammerkonzert im Rahmen der Carl Orff-Festspiele Andechs

➢    Ein Stipendium von monatlich 360,- €

➢    Je nach Eignung: Die Mitwirkung in einem Projekt des Münchner Rundfunkorchesters, angeleitet von einem Mitglied des Orchesters

Das erwarten wir von Ihnen:

➢    ein erfolgreiches Instrumentalstudium ab dem 3. Semester (Studienbescheinigung bitte beilegen)

➢    Altersgrenze 30 Jahre

➢    Da Deutsch Akademiesprache ist: konversationssicheres Deutsch

 

Termine 2011/2012:

Probespiele: 10.12.2011, 30.01.2012, 31.01.2012
Arbeitsphasen im Funkhaus BR, Studio 1:
Sa, 31.03.2012 / Sa, 28.04.2012 / Sa, 09.06.2012
Arbeitsphasen in Andechs:
Kammerkonzert: Fr, 13.07.2012
Proben und Aufführungen von Carl Orffs DIE BERNAUERIN:
Mi, 11.07. - So, 22.07.2012 sowie Do, 26.07. - So, 29.07.2012

Nähere Informationen erhalten Sie unter:

Münchner Rundfunkorchester, 089-5900-3648
orff-akademie@brnet.de
Kloster Andechs, Festspielbüro 08152-376-271

Bewerbungen senden Sie uns bitte bis 10. Novmeber 2011 an:

Andechser ORFF®-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters,
Büro Münchner Rundfunkorchester,
80300 München.

 

 

Spielplan der Carl Orff-Festspiele Andechs 2012

Carl Orff: Die Kluge (Wiederaufnahme)
Donnerstag, 31.05.2012, 20:00h (Premiere)
Freitag, 01.06.2012, 19:00h
Samstag, 02.06.2012, 19:00h
Sonntag, 03.06.2012, 16:00h
 
 
Gastkonzert des Münchner Rundfunkorchesters
(Programm wird noch bekannt gegeben)
Sonntag, 17.06.2012, 16:00h
 

Kammerkonzert mit den Akademisten der Andechser
ORFF®-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters

(Programm wird noch bekannt gegeben)
Freitag, 13.07.2012
 
 
Carl Orff: Die Bernauerin (Neuproduktion)
Christian von Gehren, Musikalische Leitung
Marcus Everding, Inszenierung
Thomas Pekny, Bühne und Kostüme
Es spielt die Andechser ORFF®-Akademie des
Münchner Rundfunkorchesters
 
Donnerstag,19.07.2012, 20:00h (Premiere)
Freitag, 20.07.2012, 19:00h
Samstag, 21.07.2012, 19:00h
Sonntag, 22.07.2012, 16:00h
Donnerstag, 26.07.2012, 20:00h
Freitag, 27.07.2012, 19:00h
Samstag, 28.07.2012, 19:00h
Sonntag, 29.07.2012, 16:00h

50 Jahre Orff-Institut

Internationales Symposion Orff-Schulwerk

Salzburg, 7.-10.Juli 2011

 

50 Jahre Orff-Institut wird mit diesem Symposion ausgiebig gewürdigt
und gefeiert. Die Bedeutung dieser weltweit einzigartigen Ausbildungs und
Begegnungsstätte, die Carl Orff 1961 gegründet hat, soll von verschiedenen
Seiten beleuchtet werden.

(Komplette Broschüre: PDF, 16 Seiten, 614 kb)

 

 

 

 

Begleitender Universitätslehrgang

MUSIK UND TANZ IN SOZIALER ARBEIT UND INTEGRATIVER PÄDAGOGIK

Oktober 2011 - Juni 2012

Carl-Orff-Institut für Elementare Musik- und Tanzpädagogik, Universität Mozarteum Salzburg

(PDF, 12 Seiten, 950 kb)

 

 

 

 

Die Andechser ORFF-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters

Wir gehen – ein alles andere als gemächliches Andante

Die Andechser ORFF-Akademie des Münchener Rundfunkorchesters kam, sah und spielte. Im Jahre 2009 gegründet, aus spontanem Idealismus einem Gedanken Orffs verpflichtet hat die Akademie im Sommer 2010 bereits den „Sommernachtstraum“ von Shakespeare / Orff als Festspielorchester begleitet. Unter der musikalischen Leitung von Christian v. Gehren gelang, was Orff so wichtig war: Die verständige Verbindung von Wort und Musik. Und die ORFF-Akademie hat nicht nur begleitet, sie wurde begleitet über mehrere Monate. Das genau ist das Anliegen dieses Novums: Ein Werk genau kennen zu lernen und mittels der Begleitung von erfahrenen Orchestermusikern sowie mittels von Vorträgen einschlägig vorbelasteter Orff Kenner sich seinem Kern zu nähern. Das mag ungewohnt und neu sein, die Wochen in Andechs bei den Festspielen haben gezeigt, dass es wichtig und reizvoll war. Theater kann letztlich nur gelingen, die Wipfel der Perfektion streifen, wenn alle daran Beteiligten wissen, was sie tun. Ein Note ist rasch gespielt, ein Phrase auch könnerhaft vorgetragen, ein Regieeinfall leicht platziert. Doch wenn alle von der musikalischen und theatralischen Semantik durchdrungen sind, entsteht daraus ein Ganzes, ein kostbares Ganzes.

Da wir nun alles schon am Gehen sind, wollen wir die Schritte weiterlenken, in ein Land nahbar unseren Schritten. 2011 wird die Andechser ORFF-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters erneut mit jungen, sich bewerbenden Musikstudenten und dem Musikalischen Leiter der Akademie, Christian von Gehren, eine Aufgabe für die Carl Orff-Festspiele in Andechs ins Auge fassen. Diesmal wird es die Oper Orffs „Die Kluge“ sein, welche im Florian-Stadl aufgeführt werden wird. Wieder wird es vor den Festspielen Arbeitsphasen geben, die sich mit dem Stück vielfältig beschäftigen, seine Einstudierung zum Ziele haben, ebenso aber das Lernen von Kolleg(inn)en des Münchner Rundfunkorchesters und das Kennen-Lernen untereinander. Die ersten Arbeitsphasen im Bayerischen Rundfunk und dann Richtung Höhepunkt zwei Wochen in Andechs.

So scheint die Andechser ORFF-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters das zu werden, was sich ihre Gründer erhofft haben: Ein wunderbares Gefäß, in dem Jahr für Jahr eine neue wunderhafte Mischung bewahrt wird. Auf dieser kunstvollen Amphore steht Orff, innen aber sind wir alle. Und so bewahren wir unser Ziel fest im Auge: Weitergehen!

Artikel aus BRKlassik 03/2010:

ZU HAUSE BEI DEN ORFFS

Zwei Musiker der Andechser ORFF-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters
begeben sich auf Spurensuche....

(PDF, 2 Doppelseiten, 2,2 MB)

 

 

 

 

Gisei – Das Opfer (Uraufführung) | De temporum fine comoedia

Fünfter und sechster Beitrag der Reihe Das Werk von Carl Orff unter der Musikalischen Leitung von Constantin Trinks im Staatstheater Darmstadt

Gisei – Das Opfer, ein im Jahr 1913 entstandenes Jugendwerk von Carl Orff, basiert auf einem japanischen Trauerspiel mit dem Titel Terakoya. Der fremde Stoff inspirierte den jungen Komponisten zu einer Musiksprache der Synthese zwischen musikalischem Exotismus und europäischer Musiktradition. In einem Vorspiel beklagen zwei Gestalten, ein Mann und eine Frau, den Opfertod ihres Kindes. Die Geschichte der durch ein unabwendbares Schicksal herbeigeführten Tötung des Knaben Totaro wird in der anschließenden Haupthandlung wie in einer filmischen Rückblende dargestellt. 

Diesem ersten Bühnenwerk Orffs, das in der Inszenierung von John Dew zur posthumen Uraufführung gelangt, wird das letzte Bühnenwerk Orffs, De temporum fine comoedia aus dem Jahr 1973, gegenübergestellt. Mit diesem philosophisch reichen Werk zog Orff zugleich den Schlussstrich unter sein vielgestaltiges musikdramatisches Schaffen, das ihn als einen der individuellsten Komponisten des 20. Jahrhunderts ausweist.

  • Premiere:
    30. Januar 2010 | 19:30 | Großes Haus
  • Vorstellungen:
    05. & 20.02.2010 | 19:30
    28.02.2010 | 16:00
    18. & 24.03.2010 | 19:30
    04.04.2010 |18:00
    23.04.2010 | 19:30
    07.05.2010 | 19:30
    16.05.2010 | 18:00
  • Ausstellung: Carl Orff – Humanist im Strom der Zeit
    30.01 - 15.03.2010 in Zusammenarbeit mit dem Orff-Zentrum München

Mehr Informationen auf den Seiten des Staatstheaters Darmstadt ›››