An der Hochschule für Musik und Theater München ist zum WS 2012/13 folgende Stelle zu besetzen:
Professur W2 für Elementare Musikpädagogik (EMP)
„Carl-Orff-Stiftungsprofessur“
Kopien der Zeugnisse werden bis zum 27. Februar 2012 an den Präsidenten der Hochschule für Musik und Theater München, Arcisstr. 12, 80333 München, erbeten.
PDF-Datei der Ausschreibung
Andechser ORFF®-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters
Flöte (+Picc), Oboe (+EH) Klarinette (+BKl, Es-Kl), Fagott (+Kfg), Horn, Trompete, Posaune, Tuba, Pauke, Schlagzeug, Harfe, Streicher
Das wird geboten:
➢ 5 Arbeitsphasen mit Orchesterproben, Registerproben, Workshops zu den Themen
Orchesterarbeit und Musiktheater sowie Kammermusikspiel mit:
Christian von Gehren, Musikalischer Leiter der ORFF®-Akademie
Prof. Ulf Schirmer, Künstlerischer Leiter des Münchner Rundfunkorchesters
Marcus Everding, Künstlerischer Leiter der Carl Orff-Festspiele Andechs
Mitgliedern des Münchner Rundfunkorchesters
und diversen Fachreferenten und Orff-Spezialisten
➢ In der 5. Arbeitsphase die Möglichkeit zur Mitwirkung in acht Aufführungen der szenischen Musiktheaterproduktion von Carl Orffs DIE BERNAUERIN im Rahmen der Carl Orff-Festspiele Andechs (Regie: Marcus Everding)
➢ Die Möglichkeit zur Mitwirkung in einem Kammerkonzert im Rahmen der Carl Orff-Festspiele Andechs
➢ Ein Stipendium von monatlich 360,- €
➢ Je nach Eignung: Die Mitwirkung in einem Projekt des Münchner Rundfunkorchesters, angeleitet von einem Mitglied des Orchesters
Das erwarten wir von Ihnen:
➢ ein erfolgreiches Instrumentalstudium ab dem 3. Semester (Studienbescheinigung bitte beilegen)
➢ Altersgrenze 30 Jahre
➢ Da Deutsch Akademiesprache ist: konversationssicheres Deutsch
Termine 2011/2012:
Probespiele: 10.12.2011, 30.01.2012, 31.01.2012
Arbeitsphasen im Funkhaus BR, Studio 1:
Sa, 31.03.2012 / Sa, 28.04.2012 / Sa, 09.06.2012
Arbeitsphasen in Andechs:
Kammerkonzert: Fr, 13.07.2012
Proben und Aufführungen von Carl Orffs DIE BERNAUERIN:
Mi, 11.07. - So, 22.07.2012 sowie Do, 26.07. - So, 29.07.2012
Nähere Informationen erhalten Sie unter:
Münchner Rundfunkorchester, 089-5900-3648
orff-akademie@brnet.de
Kloster Andechs, Festspielbüro 08152-376-271
Bewerbungen senden Sie uns bitte bis 10. Novmeber 2011 an:
Andechser ORFF®-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters,
Büro Münchner Rundfunkorchester,
80300 München.
Carl Orff: Die Kluge (Wiederaufnahme)
Donnerstag, 31.05.2012, 20:00h (Premiere)
Freitag, 01.06.2012, 19:00h
Samstag, 02.06.2012, 19:00h
Sonntag, 03.06.2012, 16:00h
Gastkonzert des Münchner Rundfunkorchesters
(Programm wird noch bekannt gegeben)
Sonntag, 17.06.2012, 16:00h
Kammerkonzert mit den Akademisten der Andechser
ORFF®-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters
(Programm wird noch bekannt gegeben)
Freitag, 13.07.2012
Carl Orff: Die Bernauerin (Neuproduktion)
Christian von Gehren, Musikalische Leitung
Marcus Everding, Inszenierung
Thomas Pekny, Bühne und Kostüme
Es spielt die Andechser ORFF®-Akademie des
Münchner Rundfunkorchesters
Donnerstag,19.07.2012, 20:00h (Premiere)
Freitag, 20.07.2012, 19:00h
Samstag, 21.07.2012, 19:00h
Sonntag, 22.07.2012, 16:00h
Donnerstag, 26.07.2012, 20:00h
Freitag, 27.07.2012, 19:00h
Samstag, 28.07.2012, 19:00h
Sonntag, 29.07.2012, 16:00h
Elemental Music and Dance Pedagogy - Orff-Schulwerk
July 10 - 16, 2011
Teaching language: English
Carl-Orff-Institut für Elementare Musik- und Tanzpädagogik, Universität Mozarteum Salzburg
(Anmeldeformular englisch, PDF, 2 Seiten, 1,9 MB)
Internationales Symposion Orff-Schulwerk
Salzburg, 7.-10.Juli 2011
50 Jahre Orff-Institut wird mit diesem Symposion ausgiebig gewürdigt
und gefeiert. Die Bedeutung dieser weltweit einzigartigen Ausbildungs und
Begegnungsstätte, die Carl Orff 1961 gegründet hat, soll von verschiedenen
Seiten beleuchtet werden.
(Komplette Broschüre: PDF, 16 Seiten, 614 kb)
MUSIK UND TANZ IN SOZIALER ARBEIT UND INTEGRATIVER PÄDAGOGIK
Oktober 2011 - Juni 2012
Carl-Orff-Institut für Elementare Musik- und Tanzpädagogik, Universität Mozarteum Salzburg
(PDF, 12 Seiten, 950 kb)
(kpr) Gemessen an den zahlreichen Konzertauführungen der Carmina Burana verdienen jene Produktionen besondere Beachtung, die Orffs ursprünglicher Intention gemäß das benediktinisch-balladeske Werk als Theaterstück präsentieren, als – wie es der Komponist selbst einmal gattungstypologisch definierte – „szenische Kantate“ oder auch als „ein Bühnenstück mit Sing- und Tanzchören“.
„Tanzchöre“ rufen nach Choreographie. Und in Leipzig riefen sie den neuen Ballettdirektor Mario Schröder auf den Plan, der für seine zweite Premiere in der Spielzeit 2010/11 Orffs Carmina mit John Adams “A Dharma at Big Sur“ kombinierte.
Dies mag auf den ersten Blick irritierend erscheinen. Doch bei genauem Hinsehen (oder besser –hören) erschließt sich die Sinnfälligkeit solcher Koppelung zweier unzeitgemäß unangepasster Komponisten des 20./21. Jh. mit einem gemeinsamen tonkünstlerisch konzeptionellen Nenner, führt doch ein direkter (wiewohl in der Musikgeschichtsschreibung noch nicht hinlänglich erkannter) Weg von Orffs raffiniertem Spiel mit ostinaten, subtil modifizierten rhythmischen Formeln zum gerade für die neuere Musik Amerikas charakteristischen Minimalismus. Dieser ist auch für Adams „Dharma“ konstituierend für das orchestrale Gebälk, über dem sich die von David Wedel hinreißend gespielte E-Geige in faszinierend kantablen Linien ergeht.
Solch rhythmische Formelhaftigkeit in Tanz und Gebärde zu verwandeln, dabei die Variationsbreite zu entwickeln, die in der musikalischen Modifikationsvielfalt angelegt ist, stellt eine besondere Herausforderung für den Choreographen dar, die Schröder konzeptionell überzeugend angenommen und in stupenter rhythmischer Präzision mit seinem vorzüglichen Ballettensemble umgesetzt hat.
Sein Thema war dabei das Verhältnis des Menschen zu seiner Begrenztheit in Raum und Zeit, sei es durch die Konfrontation des Individuums mit einer schwindelerregenden Landschaft voll furchteinflößender Kraft (wie in Big Sur), sei es durch die Bedingtheit menschlichen Lebens in Geburt und Tod mit allen dazwischen liegenden Ereignissen im ewigen Gleichmaß von Jahreszeiten, Nacht- und Tagkreis, wie es Orff seinen Carmina gleichsam als Motto voran stellte und als schlussbildende Quintessenz wiederholen ließ: „O fortuna / velut luna / statu variabilis“.
„Velut luna“: Diese Mondmetapher setzt die Nacht voraus, und in solch konsequenter Nachtschwärze dürften Orffs „cantiones ... cantandae comitandibus instrumentis atque imaginibus magicis“ bislang kaum visualisiert worden sein. Schröders Inszenierung beginnt und endet in absoluter Dunkelheit; nur an wenigen ausgewählten Stellen erhellt sich die Szene, um singuläre Akzente zu setzen – wenn zarte Farben im ersten Teil den Frühling andeuten oder das „Ave formosissima“ der Blanziflor-Helena-Szene in gleißendes Licht getaucht wird.
Schröder tat gut daran, erst gar nicht den Versuch zu unternehmen, Orffs Bilder wie „Schenke“ oder „Liebeshof“ realistisch zu deuten. Seine minutiös ausgezirkelten Bewegungsabläufe entwickelten sich in einem klug abstrahierten Rahmen und oszillierten dabei zwischen den Elementen des klassischen Balletts und zeitgenössischem Ausdruckstanz, was sich kongenial zu Orffs bewusst changierender Tonsprache erwiesen hat.
Musikalischerseits war ein prachtvoll disponierter Chor der Oper Leipzig (Einstudierung: Volkmar Olbrich) und ein bestens aufgelegtes Gewandhausorchester zu vernehmen, an dessen Pult Mathias Foremny nach einem kompetent dirigierten Adams und eher brachialen Einstieg in die Carmina auch bei Orff durch seine zunehmend differenziertere Klangregie zu überzeugen vermochte, was sich bei den Solisten auf den Tenor Martin Petzold beschränkte.
Für die Orff-Rezeption leistete die von Publikum begeistert aufgenommene Neuproduktion den wertvollen Beitrag, einem vermeintlich allzu bekanntem Werk neue, unkonventionelle Sichtweisen abzugewinnen. Man darf schon heute gespannt sein, wie Mario Schröder in den nächsten Jahren daran gehen wird, die gesamten „Trionfi“ als Tanztheater vorzuführen.
(Premiere und rezensierte Vorstellung am 22. Januar 2011)
Link zur Oper Leipzig
Wir gehen – ein alles andere als gemächliches Andante
Die Andechser ORFF-Akademie des Münchener Rundfunkorchesters kam, sah und spielte. Im Jahre 2009 gegründet, aus spontanem Idealismus einem Gedanken Orffs verpflichtet hat die Akademie im Sommer 2010 bereits den „Sommernachtstraum“ von Shakespeare / Orff als Festspielorchester begleitet. Unter der musikalischen Leitung von Christian v. Gehren gelang, was Orff so wichtig war: Die verständige Verbindung von Wort und Musik. Und die ORFF-Akademie hat nicht nur begleitet, sie wurde begleitet über mehrere Monate. Das genau ist das Anliegen dieses Novums: Ein Werk genau kennen zu lernen und mittels der Begleitung von erfahrenen Orchestermusikern sowie mittels von Vorträgen einschlägig vorbelasteter Orff Kenner sich seinem Kern zu nähern. Das mag ungewohnt und neu sein, die Wochen in Andechs bei den Festspielen haben gezeigt, dass es wichtig und reizvoll war. Theater kann letztlich nur gelingen, die Wipfel der Perfektion streifen, wenn alle daran Beteiligten wissen, was sie tun. Ein Note ist rasch gespielt, ein Phrase auch könnerhaft vorgetragen, ein Regieeinfall leicht platziert. Doch wenn alle von der musikalischen und theatralischen Semantik durchdrungen sind, entsteht daraus ein Ganzes, ein kostbares Ganzes.
Da wir nun alles schon am Gehen sind, wollen wir die Schritte weiterlenken, in ein Land nahbar unseren Schritten. 2011 wird die Andechser ORFF-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters erneut mit jungen, sich bewerbenden Musikstudenten und dem Musikalischen Leiter der Akademie, Christian von Gehren, eine Aufgabe für die Carl Orff-Festspiele in Andechs ins Auge fassen. Diesmal wird es die Oper Orffs „Die Kluge“ sein, welche im Florian-Stadl aufgeführt werden wird. Wieder wird es vor den Festspielen Arbeitsphasen geben, die sich mit dem Stück vielfältig beschäftigen, seine Einstudierung zum Ziele haben, ebenso aber das Lernen von Kolleg(inn)en des Münchner Rundfunkorchesters und das Kennen-Lernen untereinander. Die ersten Arbeitsphasen im Bayerischen Rundfunk und dann Richtung Höhepunkt zwei Wochen in Andechs.
So scheint die Andechser ORFF-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters das zu werden, was sich ihre Gründer erhofft haben: Ein wunderbares Gefäß, in dem Jahr für Jahr eine neue wunderhafte Mischung bewahrt wird. Auf dieser kunstvollen Amphore steht Orff, innen aber sind wir alle. Und so bewahren wir unser Ziel fest im Auge: Weitergehen!
Artikel aus BRKlassik 03/2010:
ZU HAUSE BEI DEN ORFFS
Zwei Musiker der Andechser ORFF-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters
begeben sich auf Spurensuche....
(PDF, 2 Doppelseiten, 2,2 MB)
Fünfter und sechster Beitrag der Reihe Das Werk von Carl Orff unter der Musikalischen Leitung von Constantin Trinks im Staatstheater Darmstadt
Gisei – Das Opfer, ein im Jahr 1913 entstandenes Jugendwerk von Carl Orff, basiert auf einem japanischen Trauerspiel mit dem Titel Terakoya. Der fremde Stoff inspirierte den jungen Komponisten zu einer Musiksprache der Synthese zwischen musikalischem Exotismus und europäischer Musiktradition. In einem Vorspiel beklagen zwei Gestalten, ein Mann und eine Frau, den Opfertod ihres Kindes. Die Geschichte der durch ein unabwendbares Schicksal herbeigeführten Tötung des Knaben Totaro wird in der anschließenden Haupthandlung wie in einer filmischen Rückblende dargestellt.
Diesem ersten Bühnenwerk Orffs, das in der Inszenierung von John Dew zur posthumen Uraufführung gelangt, wird das letzte Bühnenwerk Orffs, De temporum fine comoedia aus dem Jahr 1973, gegenübergestellt. Mit diesem philosophisch reichen Werk zog Orff zugleich den Schlussstrich unter sein vielgestaltiges musikdramatisches Schaffen, das ihn als einen der individuellsten Komponisten des 20. Jahrhunderts ausweist.
- Premiere:
30. Januar 2010 | 19:30 | Großes Haus - Vorstellungen:
05. & 20.02.2010 | 19:30
28.02.2010 | 16:00
18. & 24.03.2010 | 19:30
04.04.2010 |18:00
23.04.2010 | 19:30
07.05.2010 | 19:30
16.05.2010 | 18:00 - Ausstellung: Carl Orff – Humanist im Strom der Zeit
30.01 - 15.03.2010 in Zusammenarbeit mit dem Orff-Zentrum München
Mehr Informationen auf den Seiten des Staatstheaters Darmstadt ›››

- Herbert Kirsch, Bürgermeister der Marktgemeinde Diessen am Ammersee vor dem Carl Orff-Portrait, das die in Diessen lebende Bildhauerin Lisa Merkel (1916 – 2002) schuf. Es ist im Foyer des weltweit einzigen Carl Orff-Museums ausgestellt.

- Rechtsanwältin Ute Hermann, die als geschäftsführendes Vorstandsmitglied die Carl Orff-Stiftung hauptamtlich leitet, im Gespräch mit Polo Vallejo aus Madrid, der – wie auch Bürgermeister Kirsch – als neues Mitglied ins Kuratorium der Carl Orff-Stiftung berufen wurde. Fotos (2): Beate Bentele
Ein Spanier und ein Oberbayer verstärken Kuratoriumsarbeit - Globale Verbreitung und lokale Verwurzelung
DIESSEN/München, 23. November 2009 – Die Carl Orff-Stiftung möchte das weltumspannende Werk und Wirken des Musikpädagogen und Komponisten, des Theatermanns und Humanisten Carl Orff (1895 – 1982) international mehr verankern, ausgehend von einer starken Verwurzelung in der Marktgemeinde Diessen. Ende November 2009 ist die Institution ihrem Ziel einen Schritt näher gekommen mit zwei neuen Kuratoriums mitgliedern: Bürgermeister Herbert Kirsch aus Diessen am oberbayerischen Ammersee und Dr. Polo Vallejo aus Madrid/Spanien. „Mit den zwei Persönlichkeiten sind die regionale Verortung und die globale Wirkung der Stiftung gesichert“, freut sich Rechtsanwältin Ute Hermann, die seit zwei Jahren geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Carl Orff-Stiftung ist.
Zweimal im Jahr tagen Stiftungsvorstand und Kuratorium miteinander. Am Ende des langen Sitzungstages in München waren alle zufrieden mit den personellen Entscheidungen. Bürgermeister Herbert Kirsch betonte vor der Presse, wie sehr er sich auf die Arbeit im Kuratorium freue. Er wolle sich vor allem auch für das weltweit einzige Carl Orff-Museum engagieren, das im Diessener Rink-Anwesen an der Hofmarkt beheimatet ist. Und weiter: „Ich empfinde es als eine große Ehre für unsere Marktgemeinde, dass ich als Bürgermeister ins Kuratorium gewählt wurde.“
Auch Polo Vallejo ist stolz auf seine Ernennung. Der Spanier ist Doktor der Musikethnologie. Seine Forschungen konzentrierten sich bisher vor allem auf Afrika und Georgien. Damit befindet er sich in den Fußstapfen von Carl Orff, der sich intensiv mit der Musikkultur außereuropäischer Völker beschäftigte. Vallejo ist außerdem Komponist und unterrichtet das Orff’sche Schulwerk in Madrid. Für die Carl Orff-Stiftung ist er aber auch weltweit unterwegs, um in Kursen Orffs elementare Musik- und Bewegungserziehung zu vermitteln. In seiner Person verbinden sich somit die drei Komponenten der Stiftungsarbeit: Die Forschung, die Pflege des pädagogischen und des künstlerischen Schaffens.
Auch die Witwe des Komponisten, Liselotte Orff, die 24 Jahre die Stiftung leitete und sie 2008 in die Hände des Komponisten und Orff-Schülers Wilfried Hiller legte, kehrte nach der Tagung in München guter Dinge an den Ammersee zurück. Ihr Bestreben, das Komitee zu verjüngen, ging mit den zwei 50-jährigen neuen Kuratoriumsmitgliedern in Erfüllung. Außerdem wurde das Gremium von bisher sechs auf acht Entscheidungsträger aufgestockt.
Orffs geistiges und künstlerisches Erbe
Die Carl Orff-Stiftung hat der Komponist selbst testamentarisch verfügt. Sie ist eine gemeinnützige öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts und hat ihren Sitz in Diessen am Ammersee, wo Carl Orff von 1955 bis zu seinem Tode lebte. Das Büro befindet sich momentan in Raisting, „allerdings“, meint Ute Hermann, „möchte die Stiftung wieder nach Diessen zurück.“ In Diessen stehen auch Orffs Wohnhaus sowie sein Arbeitshaus mit dem Arbeitszimmer. Beide Gebäude befinden sich noch im Originalzustand.
„Die Stiftung hat den künstlerischen und pädagogischen Nachlass von Carl Orff zu erhalten und sein geistiges und künstlerisches Erbe zu wahren und zu ver breiten“, heißt es in der Satzung. Diesen Zweck verwirklicht sie, indem sie die Originalstücke des künstlerischen Nachlasses unveräußerlich in ihrem Bestand sichert, die wissenschaftliche Arbeit am Werk Carl Orffs fördert, und in der Öffentlichkeit das Verständnis für das universale Werk stützt sowie sich um dessen Verbreitung annimmt.
Dem Kuratorium obliegen die Aufgaben, den Stiftungsvorstand bei der Arbeit zu beraten und zu unterstützen. Letzt genanntes dürfte der wichtigste Auftrag sein, der sich auf den jährlichen Haushaltsplan konzentriert, in dem die Verteilung der Stiftungsgelder geregelt wird, informiert Ute Hermann. Darüber hinaus seien die Kuratoriumsmitglieder auch in die inhaltliche Diskussion eingebunden, zum Beispiel in die Förderung des pädagogischen Werkes. Darunter ist die Verbreitung des Orff’schen Schulwerks zu verstehen als ein Medium des interkulturellen und musikpädagogischen Austausches weltweit.
Eine andere Aufgabe ist die internationale Positionierung des künstlerischen Werkes. Neben den „Carmina Burana“, die als meist gespielte Chor-Orchester-Werke der Welt einen hohen Bekanntheitsgrad genießen, werden vor allem auch die weniger bekannten, aber nicht minder beeindruckenden Bühnen werke Carl Orffs fokussiert. Die Carl Orff-Stiftung nimmt sich aber auch des Museums in Diessen an (Stiftung und Marktgemeinde Diessen teilen sich derzeit die Rechts trägerschaft) und der Festspiele Orff-in-Andechs. Weiter unterstützt die Stiftung auch das Orff-Zentrum in München in seinen Forschungs- und Dokumentationsaufgaben. Dazu gehören zum Beispiel die Finanzierung von Publikationen, die Bestandssicherung, bestandsergänzende Ankäufe sowie Doktorandenstipendien. Ute Hermann: „Es ist eine überaus große Aufgabe, die wir zu erfüllen haben.“ Beate Bentele
Berlin, 14. Oktober 2009 – Wenige Tage vor dem ECHO Klassik 2009 lüftet die Deutsche Phono-Akademie, das Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie, das Geheimnis. Der ECHO Klassik-Sonderpreis für Nachwuchsförderung geht an das Essener Spiel- und Lernprojekt „ReSonanz & AkzepTanz“ und an das konzertpädagogische Programm des Beethoven Orchesters Bonn „Bobbys Klassik“. Zusammen mit allen anderen Preisträgern erhalten beide Projekte die ECHO-Trophäe am 18. Oktober in der Dresdner Semperoper. Das ZDF überträgt die Gala unter dem Titel „Echo der Stars“ am selben Abend um 22:00 Uhr.
„ReSonanz & AkzepTanz“ ist ist ein Orff Schulwerk-Projekt, das Prof. Klaus Feßmann vom Orff-Institut in Salzburg nach den Grundlagen des Orff Schulwerks entwickelt und gemeinsam mit der Philharmonie Essen an einer sog. Problemschule in Essen-Katernberg realisiert hat.
Die Carl Orff Stiftung hat dieses Projekt begleitet.
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