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Unterschrift Carl Orff

Dirigent Christian von Gehren erhält den Carl Orff-Preis 2016

Feierliche Preisübergabe am 30. August 2016 im Rahmen des „Klassikfestival AMMERSEErenade“ 

Dießen am Ammersee, 01.07.2016. Der Dirigent Christian von Gehren erhält den Carl Orff-Preis 2016 für seinen Einsatz für das Werk von Carl Orff als langjähriger Dirigent der Carl Orff-Festspiele in Andechs. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird im Rahmen eines Liederabends während des „Klassikfestival AMMERSEErenade“ am 30. August 2016 verliehen. Die Laudatio hält der Vorsitzende der Carl Orff-Stiftung, der Komponist Wilfried Hiller. 

Der Vorstand und das Kuratorium der Carl Orff-Stiftung haben sich einstimmig dafür entschieden den Dirigenten Christian von Gehren mit dem Carl Orff-Preis 2016 auszuzeichnen. Ute Hermann, Geschäftsführender und Juristischer Vorstand der Carl Orff-Stiftung, begründet die Preisvergabe wie folgt: „Christian von Gehren hat während seiner Tätigkeit für die Carl Orff-Festspiele eine ausgezeichnete Arbeit geleistet und entscheidend zum hohen musikalischen Niveau der Festspiele beigetragen. Mit dem Preis wird nicht allein seine musikalische Arbeit als langjähriger Dirigent der Carl Orff-Festspiele gewürdigt, sondern auch sein außerordentlicher Einsatz, aus den Studierenden, die sich jedes Jahr neu für die Andechser ORFF-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters bewarben, ein Orchester zu formen, das die Inszenierungen der Werke Carl Orffs auf hohem Niveau begleitete. Christian von Gehren hat sich unermüdlich dafür eingesetzt, dass die Carl Orff-Festspiele musikalisch überzeugen konnten. Darüber hinaus hat er ein Festspielorchester aus Profimusikern verschiedenster Orchester gegründet, das sich exzellent in die Programmatik der Carl Orff-Festspiele einfügte.“ 

Der Carl Orff-Preis zeichnet in unregelmäßigen Zeitabständen Persönlichkeiten oder Institutionen aus, die sich in außergewöhnlicher und Maßstäbe setzender Weise um Carl Orff und sein Lebenswerk verdient gemacht haben. Die Carl Orff-Stiftung vergibt den Preis 2016 zum fünften Mal. Die bisherigen Preisträger waren 2010 der Altphilologe und Orff-Kenner Dr. Werner Thomas für seine lebenslange Auseinandersetzung mit dem Werk von Carl Orff. 

2012 wurde dann der ehemalige Intendant des Darmstädter Staatstheaters John Dew für seine Inszenierungen der Werke Carl Orffs, insbesondere der Griechen-Dramen „Antigonae“ und „Oedipus, der Tyrann“, ausgezeichnet. Im Jahr 2013 wurde der Preis an das Team um den damaligen Intendanten der Ruhr-Triennale Heiner Goebbels für seine Inszenierung von Orffs wohl schwierigstem Werk „Prometheus“ vergeben. Der Preis wurde geteilt und neben Heiner Goebbels auch dem Regisseur Lemi Ponifasio, dem Dirigenten Peter Rundel und den beiden Sängerdarstellern Wolfgang Newerla und Brigitte Pinter verliehen. Den bislang letzten Carl Orff-Preis erhielt 2015 erstmals eine Institution, die „Musik und Kunstschule Clara Schumann“ in Leipzig. Die Freie Schule ist in den zurückliegenden Jahren zu einer Modellschule für das Verständnis Carl Orffs von Bildung, insbesondere von humanistischer und musikalischer Bildung, geworden, weil sie dessen Überzeugung, dass Bildung niemals abgeschlossen sein kann, tagtäglich lebt. Von mutigen Anfängen, durchaus auch mit wirtschaftlichen Risiken belastet, hat sie ihr Schulkonzept stets weiterentwickelt und so den Ansatz von Carl Orff innovativ gestaltet. 

Die Preisverleihung 2016 findet im Rahmen des „Klassikfestival AMMERSEErenade“ am 30. August bei einem Liederabend zu Ehren Carl Orffs im Konzertsaal im Augustinum in Dießen am Ammersee statt. Auf dem Programm stehen Jugend-Werke von Carl Orff präsentiert von der Mezzosopranistin Ursula Eittinger und dem Bariton Wolfgang Newerla. Die Beiden werden am Klavier vom diesjährigen Preisträger Christian von Gehren begleitet. 


Hintergrund
 

Die Carl Orff-Stiftung wurde vom Komponisten Carl Orff (1895 – 1982) testamentarisch verfügt und am 17. Mai 1984 errichtet. Sie ist eine gemeinnützige öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts und hat ihren Sitz in Dießen am Ammersee, wo Carl Orff von 1955 bis zu seinem Tode lebte. Sein Wohnhaus und sein „Arbeitshaus“, in dem sich sein Arbeitszimmer befindet, sind dort im Originalzustand erhalten geblieben. Die Stiftung hat den künstlerischen und pädagogischen Nachlass von Carl Orff zu erhalten und sein geistiges und künstlerisches Erbe zu wahren und zu verbreiten. Der Vorsitzende der Stiftung ist der Komponist und Orff-Schüler Wilfried Hiller. Vorstandsmitglied mit der Verantwortung für das Orff Schulwerk ist Prof. Dr. Regina Pauls. Geschäftsführender und Juristischer Vorstand ist die Rechtsanwältin Ute Hermann. 

 

Weitere Informationen auch unter: www.orff.de

 

 

Der zweite Diabelli-Contest ist gestartet!

Ein Komponistenwettbewerb steht immer im Verdacht, nur etwas für musikalische Spezialisten zu sein. Der Diabelli-Contest hat das Gegenteil bewiesen. Es hat sich gezeigt, dass die Idee des Anton Diabelli auch heute noch attraktiv ist. Er schickte damals einen selbst geschriebenen Walzer an 50 bekannte Komponisten und bat sie auf Basis dessen eine Variation zu komponieren, zum Zwecke der Veröffentlichung in seiner Zeitschrift. Das bekannteste Ergebnis waren die 33 Diabelli-Variationen von Ludwig van Beethoven.

Der Diabelli-Contest hatte im ersten Durchgang 2014/2015 einen kurzen Morsecode für das Wort „Irini“ (Frieden) zum Thema und sollte für Klavier zu 2 Händen geschrieben sein. Das Resultat kann sich sehen lassen. Es kam zu 134 Einsendungen aus aller Welt. Über 100.000 Zugriffe im Internet und eine sechsköpfige Jury führten zu 10 Nominierungen, die in die Endausscheidung in München kamen.

Für die Periode 2015/2016 ist nun ein neues Thema ausgeschrieben: Es soll diesmal ein Werk für gemischten Chor entstehen, wobei auch diesmal kein Walzer, sondern zur Abwechslung ein Text zum Thema gewählt wurde. Wilfried Hiller, selbst erfolgreicher Komponist und der musikalische Leiter des Diabelli-Contest, erinnerte sich hier des Wessobrunner Gebetes, welches sein Lehrer Carl Orff sehr geschätzt und in Noten gesetzt hat. Das Gebet soll nun vertont werden. Carl Orffs Musik soll dabei nicht variiert werden, sondern der Inspiration dienen. 

Es ist ein jeder zur Teilnahme eingeladen, welcher sich dazu berufen fühlt. 

Wichtigste Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass der Text in einer der angebotenen Sprachen (Althochdeutsch, Hochdeutsch, Latein, Englisch oder Spanisch) vollständig verwendet wird. Zudem muss das Stück zwischen 4 und 6 Minuten dauern, sowie für 4-stimmigen Chor SATB komponiert sein. Bis zum 31. März 2016 sollte es dann im originalen Notensatzformat (u.a. Capella, Finale, Sibelius, Musescore etc.) eingereicht werden.

Vom 07. April bis 31. Mai 2016 werden die Beiträge auf der Internetseite www.diabelli-contest.com zur Bewertung für die Öffentlichkeit freigegeben. Zudem wird das Werk auf www.musicalion.com gelistet. Die Endausscheidung findet in einem Abschlusskonzert im Juli 2016 in München statt.

Die Carl Orff Stiftung lobt sehr attraktive Preise aus: Die Komponisten der 10 best bewerteten Werke werden inklusive Reisekosten und Logis für die Zeit der Abschlussveranstaltung nach München eingeladen. Auf dem Abschlusskonzert wird die Jury die Gewinner küren, welche bis zu 5.000 Euro Siegerprämie erhalten. Weitere Informationen finden Sie unter www.diabelli-contest.com

CHANGES?! - 9. INT. ORFF-SCHULWERK SYMPOSIUM

CHANGES?! ELEMENTARE MUSIK- UND TANZPÄDAGOGIK IM WANDEL DER MEDIEN

07.07.2016 - 10.07.2016

Universität Mozarteum, Salzburg

Veranstalter: Carl Orff Institut für Elementare Musik- und Tanzpädagogik
Leitung / Directors: Sonja Stibi, Micaela Grüner, Shirley Day-Salmon

Im medialen Zeitalter sehen sich Musik- und Tanzlehrende neuen Herausforderungen, Chancen als auch Gefahren gegenüber. Der zunehmenden Technologisierung des Alltags und der Erweiterung der medialen Möglichkeiten scheint die Elementare Musik- und Tanzpädagogik diametral gegenüber zu stehen. Welche Bedeutung erhalten körperorientiertes Musizieren, die Sensibilisierung der ästhetischen Wahrnehmung, die Differenzierung der individuellen musikalisch-tänzerischen Ausdrucksmöglichkeiten angesichts technologischer Veränderungen in einer digitalen Gesellschaft? Welche Medien unterstützen und bereichern unsere Arbeit?

Das 9. Internationale Symposium des Orff-Instituts in Kooperation mit dem Orff-Schulwerk Forum Salzburg bietet Anlass, solchen Fragen nachzugehen.

Vielfältige Ansätze und Angebote mit Medien unterschiedlichster Art geben Impulse für Auseinandersetzung und Diskussion.

Anmeldung | mehr Infos

Carl Orff-Festspiele sind 2015 zu Ende gegangen

Nähere Information finden Sie unter www.orff-festspiele.de.

Musik und Tanz in Sozialer Arbeit und Integrativer Pädagogik

Berufsbegleitender Universitätslehrgang 
Oktober 2015 – Juni 2016

Der Universitätslehrgang bietet PädagogInnen eine Erweiterung ihrer beruflichen Qualifikation. Der Lehrgang ist einjährig, umfasst Pflichtfächer im Ausmaß von 11 Semesterstunden (16,5 ECTS Anrechnungspunkte) und findet an 8 Wochenenden jeweils von Freitag 16.00 Uhr bis Sonntag 13.00 Uhr statt.

Das Unterrichtsangebot umfasst insgesamt 165 Stunden.

Carl Orff Institut für Elementare Musik- und Tanzpädagogik
Universität Mozarteum Salzburg

www.orffinstitut.at

Alle Infos finden Sie hier!