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Unterschrift Carl Orff

Der zweite Diabelli-Contest ist gestartet!

Ein Komponistenwettbewerb steht immer im Verdacht, nur etwas für musikalische Spezialisten zu sein. Der Diabelli-Contest hat das Gegenteil bewiesen. Es hat sich gezeigt, dass die Idee des Anton Diabelli auch heute noch attraktiv ist. Er schickte damals einen selbst geschriebenen Walzer an 50 bekannte Komponisten und bat sie auf Basis dessen eine Variation zu komponieren, zum Zwecke der Veröffentlichung in seiner Zeitschrift. Das bekannteste Ergebnis waren die 33 Diabelli-Variationen von Ludwig van Beethoven.

Der Diabelli-Contest hatte im ersten Durchgang 2014/2015 einen kurzen Morsecode für das Wort „Irini“ (Frieden) zum Thema und sollte für Klavier zu 2 Händen geschrieben sein. Das Resultat kann sich sehen lassen. Es kam zu 134 Einsendungen aus aller Welt. Über 100.000 Zugriffe im Internet und eine sechsköpfige Jury führten zu 10 Nominierungen, die in die Endausscheidung in München kamen.

Für die Periode 2015/2016 ist nun ein neues Thema ausgeschrieben: Es soll diesmal ein Werk für gemischten Chor entstehen, wobei auch diesmal kein Walzer, sondern zur Abwechslung ein Text zum Thema gewählt wurde. Wilfried Hiller, selbst erfolgreicher Komponist und der musikalische Leiter des Diabelli-Contest, erinnerte sich hier des Wessobrunner Gebetes, welches sein Lehrer Carl Orff sehr geschätzt und in Noten gesetzt hat. Das Gebet soll nun vertont werden. Carl Orffs Musik soll dabei nicht variiert werden, sondern der Inspiration dienen. 

Es ist ein jeder zur Teilnahme eingeladen, welcher sich dazu berufen fühlt. 

Wichtigste Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass der Text in einer der angebotenen Sprachen (Althochdeutsch, Hochdeutsch, Latein, Englisch oder Spanisch) vollständig verwendet wird. Zudem muss das Stück zwischen 4 und 6 Minuten dauern, sowie für 4-stimmigen Chor SATB komponiert sein. Bis zum 31. März 2016 sollte es dann im originalen Notensatzformat (u.a. Capella, Finale, Sibelius, Musescore etc.) eingereicht werden.

Vom 07. April bis 31. Mai 2016 werden die Beiträge auf der Internetseite www.diabelli-contest.com zur Bewertung für die Öffentlichkeit freigegeben. Zudem wird das Werk auf www.musicalion.com gelistet. Die Endausscheidung findet in einem Abschlusskonzert im Juli 2016 in München statt.

Die Carl Orff Stiftung lobt sehr attraktive Preise aus: Die Komponisten der 10 best bewerteten Werke werden inklusive Reisekosten und Logis für die Zeit der Abschlussveranstaltung nach München eingeladen. Auf dem Abschlusskonzert wird die Jury die Gewinner küren, welche bis zu 5.000 Euro Siegerprämie erhalten. Weitere Informationen finden Sie unter www.diabelli-contest.com

CHANGES?! - 9. INT. ORFF-SCHULWERK SYMPOSIUM

CHANGES?! ELEMENTARE MUSIK- UND TANZPÄDAGOGIK IM WANDEL DER MEDIEN

07.07.2016 - 10.07.2016

Universität Mozarteum, Salzburg

Veranstalter: Carl Orff Institut für Elementare Musik- und Tanzpädagogik
Leitung / Directors: Sonja Stibi, Micaela Grüner, Shirley Day-Salmon

Im medialen Zeitalter sehen sich Musik- und Tanzlehrende neuen Herausforderungen, Chancen als auch Gefahren gegenüber. Der zunehmenden Technologisierung des Alltags und der Erweiterung der medialen Möglichkeiten scheint die Elementare Musik- und Tanzpädagogik diametral gegenüber zu stehen. Welche Bedeutung erhalten körperorientiertes Musizieren, die Sensibilisierung der ästhetischen Wahrnehmung, die Differenzierung der individuellen musikalisch-tänzerischen Ausdrucksmöglichkeiten angesichts technologischer Veränderungen in einer digitalen Gesellschaft? Welche Medien unterstützen und bereichern unsere Arbeit?

Das 9. Internationale Symposium des Orff-Instituts in Kooperation mit dem Orff-Schulwerk Forum Salzburg bietet Anlass, solchen Fragen nachzugehen.

Vielfältige Ansätze und Angebote mit Medien unterschiedlichster Art geben Impulse für Auseinandersetzung und Diskussion.

Anmeldung | mehr Infos

Grußwort Carl Orff-Stiftung zur Verleihung des "Carl Orff – Preis 2015"

an die Freie Grundschule – Musik – und Kunstschule „Clara Schumann“ in Leipzig 

Samstag, 12. September 2015, 16.30 Uhr  im Rahmen der Veranstaltung „Das Bildungsfest für die ganze Familie“, Schumann-Haus, Inselstrasse 18, Leipzig

Text: Ute Hermann (Geschäftsführendes und Juristisches Vorstandsmitglied Carl Orff-Stiftung Dießen am Ammersee)

 

Sehr geehrter Herr Dittrich,

Sehr geehrte Frau Nowak, sehr geehrte Festgäste, 

im Namen der Carl Orff-Stiftung in Dießen am Ammersee begrüße ich Sie sehr herzlich zur Verleihung des diesjährigen „Carl Orff – Preises“ an die Freie Grundschule / Musik- und Kunstschule „Clara Schumann“ hier in Leipzig. Es wird Sie freuen, dass auch der Vorsitzende der Carl Orff-Stiftung und langjährige Weggefährte von Carl Orff – der Komponist Wilfried Hiller – und Frau Professor Dr. Regina Pauls, die das wissenschaftlich-künstlerische Konzept erstellt hat, die Clara Schumann-Schule bis heute begleitet und zugleich Vorstandsmitglied der Carl Orff-Stiftung ist, anwesend sind.  Mein Gruß gilt auch Frau Professor Johanna Metz, die als Studiengangsleiterin der Elementaren Musik- und Tanzpädagogik an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig die Kooperation mit der Clara Schumann-Schule betreut und stets neue Impulse für die Arbeit gibt.

Die Carl Orff-Stiftung hat mit dem Carl Orff-Preis vor einigen Jahren eine  Auszeichnung geschaffen, die, wie es in der Urkunde heißt, Persönlichkeiten oder Institutionen verliehen wird, die sich um Carl Orff und sein Lebenswerk in außergewöhnlicher und Maßstäbe setzender Weise verdient gemacht haben. Bisher erhielten den Preis der Altphilologe und Orff-Kenner Dr. Werner Thomas für seine lebenslange Auseinandersetzung mit dem Werk von Carl Orff, der ehemalige Darmstädter Intendant John Dew für seine Inszenierungen der Werke Carl Orffs, insbesondere der Griechen-Dramen „Antigonae“ und „Oedipus, der Tyrann“, und das Team um den damaligen Intendanten der Ruhr-Triennale Heiner Goebbels für seine Inszenierung von Orffs wohl schwierigstem Werk „Prometheus“. 

In diesem Jahr 2015 zeichnet die Carl Orff-Stiftung nun erstmals mit der Freien Grundschule / Musik- und Kunstschule „Clara Schumann“ eine Institution aus, eine Schule in Leipzig in der Rechtsträgerschaft der Rahn-Dittrich Group, eine staatlich anerkannte Freie Schule, die erst 1997 gegründet wurde.

Nur wenige Jahre nach der wiedererlangten Deutschen Einheit eine Schule mit einem eindeutig humanistisch orientierten Schulkonzept als Freie Schule zu gründen, ist ein mutiger Schritt gewesen. Den Schwerpunkt dieser Schule in der Verwirklichung einer ästhetisch-künstlerisch orientierten Bildung zu sehen und den Fächerkanon mit Musik, Sprache, Tanz und Bewegung sowie Bildender Kunst darauf abzustimmen und dies über fast zwei Jahrzehnte hinweg auszubauen und zu einem Erfolg zu führen, ist eine sehr bemerkenswerte Leistung, für die allen Beteiligten große Anerkennung und Respekt gebührt.  

Setzt eine Schule den Bildungsschwerpunkt für ihre Schüler (neben den regulären Lehrplan-Fächern) auf eine ästhetisch-künstlerische Bildung und bezieht Musik, Sprache, Bewegung und Tanz in ein ganzheitliches humanistisches Erziehungskonzept über alle Lehrgangsstufen hinweg ein, so ist sie nach der Ausrichtung der Arbeit der Carl Orff-Stiftung eine Carl Orff-Schule. Dieses Verständnis von künstlerischer und humanistischer Bildung hat Carl Orff als einer der ersten im 20. Jahrhundert in seiner Arbeit in der Günther-Schule in München entdeckt, entwickelt und beschrieben. Ab 1948 hat er mit dem Orff Schulwerk – Musik für Kinder ein Modell zur Verfügung gestellt, das heute weltweit zu einem großen Erfolg geworden ist und von mittlerweise 54 Orff Schulwerk – Gesellschaften von Island bis Neuseeland sei es in Fort- und Weiterbildungskursen, sei es – wie hier in Leipzig – beginnend von Geburt an bis zum jeweils höchsten Schulabschluss in Ausbildungseinrichtungen – gelebt und weiter entwickelt wird.

Die Freie Grundschule / Musik- und Kunstschule „Clara Schumann“ ist in den zurück liegenden Jahren zu einer Modellschule für das Verständnis Carl Orffs von Bildung, insbesondere von humanistischer und musikalischer Bildung geworden, weil sie dessen Überzeugung, dass Bildung niemals abgeschlossen sein kann, tagtäglich lebt. Von mutigen Anfängen, durchaus auch mit wirtschaftlichen Risiken belastet, hat die Freie Grundschule / Musik- und Kunstschule „Clara Schumann“ ihr Schulkonzept stets weiterentwickelt und so den Ansatz von Carl Orff innovativ gestaltet, was mit der Einrichtung des „Klangraums“ deutlich wird. 

Aus diesen Gründen hat die Carl Orff-Stiftung in Dießen am Ammersee – dort, wo Carl Orff lebte und arbeitete, residiert heute die Stiftung - die Freie Grundschule / Musik- und Kunstschule „Clara Schumann“ mit dem Carl Orff-Preis 2015 ausgezeichnet. Wir sind überzeugt, dass von dieser Schule auch zukünftig unverzichtbare Impulse für die Weiterentwicklung des Orff Schulwerks bzw. der Elementaren Musik- und Tanzpädagogik ausgehen werden, Gewähr dafür, dass Carl Orff als Komponist und „Musikpädagoge in Anführungszeichen“ weiter lebendig bleibt.

Carl Orff, der zeitlebens eng mit Frauen zusammengearbeitet hat – ich möchte in diesem Zusammenhang vor allem an Gunild Keetman, aber auch an Gertrud Orff und Margaret Murray erinnern -,  und anders als Robert und Clara Schumann vier Mal verheiratet war, hätte wohl seine anarchische Freude daran, dass die Leipziger Carl Orff-Schule nach Clara Schumann benannt ist. 

Ich darf Ihnen, liebe Frau Nowak, die Preisurkunde überreichen und Ihnen und der Schule sehr viel Glück wünschen. 

Carl Orff-Festspiele sind 2015 zu Ende gegangen

Nähere Information finden Sie unter www.orff-festspiele.de.

Musik und Tanz in Sozialer Arbeit und Integrativer Pädagogik

Berufsbegleitender Universitätslehrgang 
Oktober 2015 – Juni 2016

Der Universitätslehrgang bietet PädagogInnen eine Erweiterung ihrer beruflichen Qualifikation. Der Lehrgang ist einjährig, umfasst Pflichtfächer im Ausmaß von 11 Semesterstunden (16,5 ECTS Anrechnungspunkte) und findet an 8 Wochenenden jeweils von Freitag 16.00 Uhr bis Sonntag 13.00 Uhr statt.

Das Unterrichtsangebot umfasst insgesamt 165 Stunden.

Carl Orff Institut für Elementare Musik- und Tanzpädagogik
Universität Mozarteum Salzburg

www.orffinstitut.at

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